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More than Music
Was Michi Danner, seines Zeichens Livetechiker renommierter heimischer Acts wie Naked Lunch, Sofa Surfers oder Trio Exklusiv für seinen ureigenen Bereich attestiert – er selbst hat eine wenigstens „angrenzende“ Ausbildung als Nachrichtentechniker – nämlich, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, sich dem ganzen als Beruf zu nähern, gilt ebenso im weiterführenden oder ermöglichenden Bereich der Arbeit mit und um Musik. Längst gibt es nicht nur auf der universitären Ebene Möglichkeiten, sich das Rüstzeug zum Kulturmanager – ein Begriff der noch vor einigen Jahren etwa im Umfeld der freien Szene in Oberösterreich für Häme sorgte – zu holen.
Immer eine gute Anlaufstelle für Informationen bezüglich Musik ist das Mica, das Music Information Center Austria, in Wien. Richten sich dessen Angebote – von Diskussionen über Informationsveranstaltungen bis hin zu Workshops – im Wesentlichen an kreativ tätige Musiker, so ist auch für Menschen, die mit dem „Drumherum“ von Musik befasst sind, immer wieder etwas dabei. Schließlich verschwimmen diese Grenzen ohnehin, nicht nur weil Musiker in Österreich nicht selten auch die eigene Label-, Managment- und Bookingarbeit erledigen. Schon vor Jahren veranstaltete das Mica österreichweit so genannte „Musikinformationstage“, die nicht nur auf große Resonanz seitens des Publikums stießen, sondern auch die Vortragenden selbst dazu anhielten, das eigene Praxiswissen vermittelbar zu machen.
Die Ebam-Akademie hat sich ganz der „Weiterbildung für Medien, Event, Kultur und Musik“ verschrieben. Mit Sitz in München bietet die Ebam zur Zeit sechs Kurse in Wien an, darunter „KulturmanagerIn“, „Music Business Manager“, „Musikkaufmann/frau“ oder „Fachqualifikation Konzert- und Tourmanagment“. Dabei gibt es unterschiedlichste Qualitätsstufen – von Seminaren, die kompakt und kurz Wissen vermitteln, über berufsbegleitende Kurse bis hin zu Vollzeitausbildungen. Die Liste der ReferentInnen untermauert bei der Ebam die Orientierung an der Praxis, in Deutschland finden sich dabei Namen wie Nickel Pallat, seinerzeit die organisatorische Ebene hinter Ton Steine Scherben und Mitbegründer des unabhängigen Musikvertriebs Indigo oder der Schlagzeuger Curt Cress.
In Wien kann man sich etwa von Uli Hilger, dem Mann hinter der Agentur Teamrider und dem Label Acute Records, kompakt in die Welt des Musikmanagments einführen lassen. Hilger, zuletzt als Wiesen-Booker in Erscheinung getreten, greift dabei auf seine umfassenden Erfahrungen als Manager von Schönheitsfehler oder Heinz zurück und schätzt die konzentrierte, zielgerichtete Atmosphäre der Ebam-Kurse.
Creative Industries
Spätestens seit sich auch die Stadt Wien mit der Anlaufstelle Departure – dezidiert finanziert aus dem Wirtschaftsförderungsbudget der Stadt Wien und eben nicht aus Kunst- und Kulturgeldern – der so genannten Creative Industries angenommen hat, stellt sich die Frage, wo denn die Menschen das gelernt haben oder lernen können, was sie da tun oder tun wollen. Da laut Departure etwa im Jahr 2004 „14 Prozent aller Wiener Beschäftigten, rund 100.000 Menschen, im Bereich der Creative Industries, also in Branchen an der Nahtstelle zwischen Kunst, Kultur und Wirtschaft gearbeitet haben“, keine unwesentliche Frage.
Einschlägige Institute wie etwa Tone-Art haben auf diesen Bedarf reagiert und bieten mittlerweile viel mehr an als nur die Ausbildung zum Tontechniker. Ergänzend zu den fachlich orientierten Inhalten steht auch eine effiziente Ausbildung zum Unternehmer auf dem Programm, umfassende Kurse zum Thema Event - Management vermitteln jenes Rüstzeug, das nötig ist, um Veranstaltungen in allen Aspekten erfolgreich abwickeln zu können. Und auch die SAE, die ebenfalls im Bereich der tontechnischen Ausbildungen einiges zu bieten hat, beschränkt sich längst nicht mehr nur auf diese Kernkompetenz. Nach dem „Basic Media“-Zertifikat fächern sich die von der Schule angebotenen Ausbildungen dabei auf in ein Diplom für „Film und digitale Animation“ bis hin zu einem Abschluss in „Filmkunst“ oder Multimedia-Wissen, das Webdesign und Webentwicklung inkludiert.