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Dan Le Sac vs Scroopius Pip: Pushing the Boundaries
Begonnen hat alles mit "Thou Shalt Always Kill". Beschleunigt von satten Electro - Beats schlug das St�ck 2007 Genregrenzen hinter sich lassend auf den Dancefloors der britischen Indie-Discos ein wie eine kleine Bombe. Nicht zuletzt wegen des trockenen Humors, der seine Lyrics auszeichnet: In einer pers�nlichen Version der zehn Gebote, einem Pl�doyer f�r Unabh�ngigkeit und selbstbestimmtes Handeln, f�hrt Scroobius Pip die eine oder andere heilige Kuh zur Schlachtung � "Thou shalt remember that guns, bitches and bling were never part of the four elements and never will be."
Dass diese Treffsicherheit � selbst das f�r die Befeuerung der Gitarren-Ecke zust�ndige Musikblatt NME interessierte sich pl�tzlich f�r Hip-Hop � nicht die Ausnahme war, beweist das demn�chst auch bei uns erscheinende Deb�t-Album des aus einer Kleinstadt in der Grafschaft Essex stammenden Duos. In regem Austausch per E-Mail entstanden, bietet "Angles" ein breites Spektrum an Sounds und Stimmungen � von einem meisterlich durch den Fleischwolf gedrehten Radiohead - Sample �ber bewusst schmutzige Beats bis hin zu Synthesizer - Schleifen der Marke "Super Mario l�uft Amok".
Neben den Produktionsfertigkeiten Dan Le Sacs sind es auch hier wieder die Lyrics, die den Tracks einen speziellen Dreh verpassen. "Meine Wurzeln liegen im Spoken - Word - Bereich", erkl�rt Scroobius Pip, "beim Rappen geht es heutzutage vor allem um den Flow. Mir ist es wichtiger, eine Message, einen Inhalt r�berzubringen. Der Flow passt sich dann an diesen Inhalt an. Dabei w�hle ich meine Themen � ob ernst oder weniger ernst � sehr bewusst aus, mit dem Ziel bei jedem Song eine andere Materie zu behandeln."
So erz�hlt er an einer Stelle vom Selbstmord eines Teenagers, setzt sich anderswo mit Sch�nheitsidealen und Beziehungskrisen auseinander, um schlie�lich sogar �ber das Periodensystem der Elemente zu rappen. Und dann w�re da noch ein bissiges St�ck �ber den Zustand des Genres Hip-Hop im Vereinigten K�nigreich: "Das hat einige Leute wirklich ver�rgert. Britischer Hip-Hop ist nicht prinzipiell schlecht, aber kaum jemand versucht noch, Grenzen zu durchbrechen. Man macht einfach das, was seit Jahren gemacht wird ... Das ist doch langweilig."