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Peter Licht: Eine Menge Melancholie
W�hrend sich viele Musiker im glei�enden Scheinwerferlicht suhlen, meidet einer diese Form der �ffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser: Meinrad Jungblut alias Peter Licht will kein Produkt der Medien, sondern einfach nur frei sein. Die Distanz zum Publikum wahrt der Musiker und Dichter dabei durch ein findiges Versteckspiel: Im Video zu seinem bisher gr��ten Hit "Sonnendeck" schickte er etwa einen Sessel auf Reisen. Nicht viel mehr bekam auch das Auditorium des Ingeborg - Bachmann - Preises im Vorjahr in K�rnten zu sehen: Peter Licht zeigte den Zusehern nur seinen R�cken und las "Die Geschichte meiner Einsch�tzung am Anfang des dritten Jahrtausends".
Der darin vorkommende Def�tismus findet auf dem neuen Album aber keinen Platz. Stattdessen regiert eine lockere Ernsthaftigkeit, mit der sich der Thirtysomething � abgesehen vom "Trennungslied" � auch von seinen ironisch - absurden wie verkopften Erg�ssen vergangener Tage zu verabschieden scheint. Peter Licht: "F�r mich war es diesmal sehr wichtig, dass der Inhalt und der Sound keinen doppelten Boden haben, sondern sehr direkt sind. Ich wollte mich nicht in einem Synthesizer - Sound verlieren, sondern mit klassischem Instrumentarium wie Klavier und Gitarre arbeiten."
Diese Reduktion schafft offenbar ausreichend Raum, um �ber Melancholie und ihre Erscheinungsformen zu philosophieren. Auch im Interview: "Wenn ich durch eine Aldi- oder DM-Filiale gehe, mir die Infrastruktur ansehe und Stellenangebote durchlese, sp�re ich eine ganze Menge Melancholie." Gut, dass sie f�r den K�lner nicht nur ein mit Tr�bsinn getr�nkter Gem�tszustand ist, sondern auch ein Weg, um gl�cklich zu sein: "Denn Gl�ck kann die golden schimmernde Wohligkeit der Melancholie sein."