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Okkervil River: Steherqualit�ten
Ihr Durchhalteverm�gen ist beachtenswert: �ber Jahre hinweg rackerten sich Okkervil River ab, um dennoch konsequent an der Wahrnehmungsgrenze einer gr��eren �ffentlichkeit vorbeizuschrammen. Doch 2007 war er pl�tzlich da, der Erfolg. Der erste, in Radioeins�tzen und Konzertbesucherzahlen messbare zumindest. Warum gerade zu diesem Zeitpunkt, dar�ber kann nur spekuliert werden.
Klar, das damals erschienene "The Stage Names" war ein ausgesprochen gutes, beinahe rockiges Album, doch die Qualit�t der texanischen Band war ja immer schon unbestritten. Vermutlich war die Zeit einfach reif f�r Okkervil River.
Nicht ganz so reif � und zwar f�r das gestiegene Publikumsinteresse � schien Band - Mastermind Will Sheff. Nach dem jahrelangen Herumtingeln durch kleine Clubs versuchte er sich auf den etwas gr��eren B�hnen als extrovertierter Indie-Rocker, was ihn nicht selten ein wenig unbeholfen aussehen lie�. Eingestehen m�chte er sich das aber nicht: "Auf der B�hne waren wir immer dieselben. Zwar waren unsere ersten Releases ruhiger, aber der Live-Sound war immer schon rockig. Erst seit 'Black Sheep Boy' haben wir diese Energie auch auf unseren Platten eingefangen."
Auf "The Stand Ins" legt die Band ihren Indie-Folk nun wieder zur�ckhaltender an.
Das Ergebnis einer bewussten Entscheidung: Die elf neuen Songs sind zeitgleich mit jenen von "The Stage Names" entstanden. Anstatt aber ein Doppelalbum zu ver�ffentlichen, entschied man sich damals daf�r, das Material aufzuteilen, zuerst die rockigere H�lfte herauszubringen und nun deren ruhigere Fortsetzung. Bleibt zu hoffen, dass das neu gewonnene Publikum darauf ebenso positiv reagiert wie auf den etwas mitrei�enderen Vorg�nger. Falls nicht, bleibt Okkervil River aber immer noch ihr Durchhalteverm�gen � denn der n�chste gro�e Hit, der kommt bestimmt.