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Kunstmeile Krems: Kultur und Humor
und vielfältige künstlerische Positionen zu einer imageträchtigen Gesamtheit. Was das bringt? Eine geballte Ladung Kunst. Und Platz für Experimente.
Ein innovativer Kulturstandort braucht Folgendes: etwas, das die anderen nicht haben. In diesem Fall gilt: Nicht weniger ist mehr. Sondern: Mehr ist besser. Die Kunstmeile Krems hat dahingehend ihre Hausaufgaben erledigt und mit dem Zusammenschluss verschiedenster Kunst - und Kulturinstitutionen der Stadt einen zentralen Fixpunkt der regionalen und internationalen Kunst- und Kulturszene geschaffen.
Mit der Kunsthalle, dem Karikaturmuseum, dem Minoritenkomplex mit dem Forum Frohner, dem Museum Stein und dem Ernst Krenek Forum hat sich Krems als Kreativkolonie in der niederösterreichischen Museumszene behauptet.
Die Kunsthalle Krems zählt seit 1995 zu einem der renommiertesten Ausstellungshäuser Österreichs. Die alte Bausubstanz der ehemaligen Tabakfabrik aus dem 19. Jahrhundert wurde vom Architekten Adolf Krischanitz in einen architektonischen Dialog mit moderner, baulicher Funktionalität gesetzt. Entstanden ist ein Schauplatz für bildende Kunst, Fotografie und Design, der die klassische Moderne und zeitgenössische künstlerische Positionen ins Zentrum rückt. International etablierte Künstler und Künstlerinnen werden in der Kunsthalle genauso gezeigt wie junge, weniger bekannte Kunstschaffende.
ein platz, da kann man alles machen
Die Factory der Kunsthalle und das Forum Frohner definieren sich in dieser Hinsicht als Räume der künstlerischen Begegnung, an denen Ausstellungen, gestalterische Gegenüberstellungen und Veranstaltungen abseits etablierter Museumsstrukturen stattfinden können. Adolf Frohner, der 2007 verstorbene Gründer des gleichnamigen Kunstraums, stellte fest: "Forum ist ein Platz, da kann man alles machen". Beste Voraussetzungen für die Kunst.
Eine thematisch einzigartige Programmierung findet sich auch im Karikaturmuseum. Kunst ohne Humor, ohne Satire oder kritische Grafik existiert hier nicht. Die Eröffnungsausstellung im Jahr 2001 trug programmatisch den Titel "Alles Karikatur". Seitdem sind die Werke zweier Großmeister der heimischen Karikaturszene Dauergäste im Karikaturmuseum – Manfred Deix und Ironimus. Zum 60. Geburtstag von Manfred Deix ist seine permanente Schau neu gestaltet worden.
kunsthalle
Franz Zeller-Platz 3
Öffnungszeiten täglich 10 bis 17 Uhr, ab 14. März täglich 10 bis 18 Uhr
Eintritt 9 Euro, ermäßigt: 8 Euro
karikaturmuseum
Steiner Landstraße 3a
Öffnungszeiten täglich 10 bis 18 Uhr
Eintritt 9 Euro, ermäßigt: 8 Euro
forum frohner
Minoritenplatz 4
Öffnungszeiten täglich 11 bis 17 Uhr
Eintritt 5 Euro, ermäßigt: 4 Euro