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Wer blöd fragt ...
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Willst du mit mir tanzen?
Als ich dieser Tage durch das heimische TV - Programm zappte, bekam ich von einem ebendort interviewten Rentner den Missing Link serviert. "Das Problem der heutigen Jugend", sagte dieser, sei die Tatsache, "dass es keine richtigen Tanzveranstaltungen mehr gibt." Die Jugend verliere das Gespür für den Rhythmus. Und überhaupt: In diesen Diskotheken tanze ja jeder ganz alleine. Kein Wunder sei es also – seiner Meinung nach – dass die Welt von miesgelaunten Junggesellen bevölkert wird. Den Untergang des Abenlandes vor meinem inneren Auge und mich abermals an all die grantigen Mitbeweger auf der Tanzfläche meines letzten Partybesuchs erinnernd, lauschte ich also der Analyse, die dieser 80 - jährige TV - Gigolo, der in den 50er-Jahren mit Chuck Berry und Peter Kraus die Hüften schwingen ließ, von sich gab. Plötzlich erschien mir alles vollkommen logisch: Der Paartanz als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Die Aufforderung zum Twist als ehrliche Sympathiebekundung. Der Boogie als unkomlizierte Annäherung unter der glänzenden Discokugel. Dunkel entsann ich mich der wahrscheinlich ersten Party meines Lebens: Ich war elf Die Showband am hiesigen Feuerwehrfest (also ja ... "Party" ist hier schon sehr weit gefasst) spielte James Last und ich tanzte mit dem coolsten Typen der Schule. Boogie. Oder so was ähnliches. Ein Moment des Glücks. Seitdem habe ich einen Traum. Mein Keller soll ein Ballroom werden. Rock - 'n' - Roll. Schnaps. Und ein rutschiger Boden. Das ist der Stoff, aus dem meine Träume sind. Lässige Sprüche und lockere Hüften. Und wenn dann einer fragt "Willst du mit mir tanzen?" sag ich natürlich "Nein". Ich tanze ja schließlich nicht mit jedem ...
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