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Bukarest
Bukarest führte Jahrzehnte lang ein Schattendasein, selbst gemessen an den oft unwürdigen Umständen des ehemaligen Ostblocks musste die Bevölkerung der rumänischen Hauptstadt den städtebaulichen Wahnsinn von Diktator Ceausecu erdulden. Ironischerweise sind es ausgerechnet jene blutleeren Protzbauten und Straßenzüge, die heute und wohl noch für sehr lange Zeit der Stadt ihren Stempel aufdrücken. Kumuliert im Regierungspalast, der als das zweitgrößte Regierungsgebäude der Welt (nach dem Pentagon) erahnen lässt, welche Blüten Personenkult treiben kann. Abgesehen davon sind aber in der weitläufigen Stadt immer noch orthodoxe Bauwerke, Profanbauten und ganze Straßenzüge des alten Bukarest zu entdecken, die erahnen lassen, wie elegant die gründerzeitlichen Fassaden einst gewirkt haben müssen. Bukarest lebt aber in der Gegenwart, und da in einem faszinierendem Mix aus desolatem Erbe, romanischer Tradition und hypermoderner Fin de Siecle - Stimmung.
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