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Amanda Blank: I Love You (Downtown)
Seit Prince Anfang der 80er - Jahre mit seinen Fleisch gewordenen Erotik - Fantasien, den beiden All - Girl - Trios Vanity 6 und Apollonia 6 um die Ecke gekommen ist, hat man eigentlich keinen derart frischen, funky Pop - Entwurf mehr gehört wie "I Love You". Mit ihrem Debütalbum darf sich Amanda Blank daher als erstes Pop - Pin - up des neuen Philadelphia - Sounds feiern lassen. Im Windschatten von Diplo, Santigold oder Spank Rock hat Blank in den letzten Jahren fleißig Kollaborationen angezettelt – mit den ganz heißen und auch den ganz großen Namen des Business. Ghostface Killah vom Wu - Tang Clan war darunter, ein Britney - Spears - Remix und eine Zusammenarbeit mit M.I.A.
Trotz ihres etwas nichtssagenden Pseudonyms, das sie sich von Jerri Blank aus der
TV - Serie "Strangers With Candy" ausgeliehen hat, ist Amanda Blank also kein unbeschriebenes Blatt. Für ihr erstes Album hat sie nun die Kiste mit der Aufschrift "Frauen, Sex und Selbstermächtigung" aufgemacht, die Produzenten Switch, XXXChange, Diplo und Eli Escobar hineingepackt und Lykke Li, Santi -
gold, Spank Rock und Chuck Inglish von den Cool Kids eingeladen, jede Menge charmanter Sauereien zum Thema darzubieten.
Wenn Blank unverblümt mit der eigenen Libido und ihren primären Geschlechtsmerkmalen protzt, vollzieht sie im Grunde nur nach, was im Hip - Hop seit Ewigkeiten Standard ist – zumindest bei ihren männlichen MC - Kollegen. Selbst wenn sie neben Partyspaß und Körperfreuden also keine großen Botschaften an ihr Banner heftet, wirkt ihr Bussi - Bussi - Feminismus politisch: wie eine sexy Drohung an alle Status - quo - Rapper. Dass sie damit außerdem hervorragend in die Charts passt, am besten an jene Stellen, die in letzter Zeit von diversen Gaga - Ladys besetzt worden sind, wird sich – davon ist auszugehen – auch noch herumsprechen. (8/10)