|
|
||
Nine inch Nails: Ghosts I–IV (The Null Corporation / Hoanzl)
Auf der Doppel - CD frönt er nicht seinem brachialen Pathos, sondern zückt die feine Klinge experimenteller Klangkunst.
Er entspinnt 36 atmosphärisch dichte oder fast feinstoffliche Sound-Skulpturen, die sich aus Elektronik-Gewittern, östlicher World-Music, Industrial-Geknarze und entrücktem Klavierspiel speisen. Flirrend schön ist das, dann abgründig verstörend. Intensiv lotet Reznor Graubereiche aus, treibt Geister und Dämonen vor sich her. Die Welt von "Ghosts" ist eine Wüste, in der die Dornbüsche nicht brennen. (9/10)