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Mia: Willkommen im Club (Sony BMG)
Noch vor wenigen Jahren galten Mia als Proponenten des neu erwachten Berlin - Spirits, nun sind sie im Frühstücks - TV angelangt, in der viel zitierten Mitte, wo nichts mehr forsch nach vorne prescht, sondern in die beliebige Breite geht. Der Titel ihres vierten Albums gemahnt dabei zurecht an Harald Juhnke und Seniorenheim, denn der Berlin - Pop weicht mauem Herzschmalz und Stützstrumpf - Poesie.
Statt Disco gibt es platt vertonte Tagebuch - Lyrik, die den neuen emotionalen Zug der Zeit trotzdem verpasst. Dennoch demonstriert der Erfolg eindrucksvoll ein bizarres deutsches Phänomen: So verwegen, asozial oder atonal kann ein Genre zwischen München und Cuxhaven, sei es Punk, Rock oder Gangster - Rap, gar nicht sein, dass es nicht zuletzt im Schlager endet. (3/10)