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Liam Finn: I’ll Be Lightning (Haldern Pop / Hoanzl)
Es ist eher Fluch als Segen, ist man der Sprössling einer nicht gerade unbekannten Persönlichkeit aus Kunst und Kultur. Zu nahe liegend ist es dann, am Schaffen der Frau Mama oder des Herrn Papa gemessen zu werden, und meist geht es für die Nachkommenschaft nicht ganz so gut aus. Ausnahmen bestätigen die Regel, davon kann Liam Finn nicht nur ein Lied, sondern gleich 14 singen.
Vater Neil Finn ist Chef der in Neuseeland und Australien geradezu kultisch verehrten Crowded House, und mitunter gemahnen Liams Songs an die seines alten Herrn, meist findet er aber eine Stimme, die über die Verwandtschaft hinausgeht: Beatleskes im Stile des großen Elliott Smith übernimmt hier die Vorherrschaft, und das ist auch wirklich gut so. (7/10)