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Morrissey: Years Of Refusal (Polydor / Universal)
Grund zur Sorge? Nicht unbedingt, denn auch wenn er als Person in seinem 50. Lebensjahr bei einer gewissen Altersmilde angekommen zu sein scheint, so bleibt Morrisseys Musik auf ihre eigene Weise immer noch unversöhnlich und wie bereits in den 80ern bei seiner stilprägenden Band The Smiths ganz und gar dem Weltschmerz verpflichtet.
Völlig ohne Veränderung geht es aber doch nicht, und so setzt Morrissey seit seinem famosen Comeback-Album "You Are The Quarry" (2004) zusehends auf nach vorne gehende, breitbeinige, nahezu rockistische Sounds. Ob das nun ein Mehr an Energie oder ein Weniger an Subtilität zum Ausdruck bringt, darüber darf gestritten werden. Solange er nicht auf ruhigere, dafür aber umso berührendere Zwischentöne wie etwa in "I’m Throwing My Arms Around Paris" verzichtet, lässt sich das ja noch aushalten.
Fürs Erste. Bleibt natürlich die Frage, wie es denn nun weitergehen wird. Werde Morrissey bei all der guten Laune denn überhaupt noch Songs schreiben können, wollte das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel wissen: "Wahrscheinlich nicht, aber was sollten das auch für Lieder sein?" Das müsste ihm dann ja eigentlich doch zu denken geben. (7/10)