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Jazzanova: Of All The Things (Universal)
Wer sich mit dem Beiwort "neu" schmückt, sieht sehr schnell alt aus – das gilt auch für den Nu-Jazz, als dessen Vertreter das Berliner Produzenten-Sextett Jazzanova Berühmtheit erlangte. Für das neue Album müssten sich die Musiker eigentlich auf Soulanova umbenennen, so vokallastig ist die Produktion geworden.
Jazzanova greifen auf das Vorbild orchestraler Soul-Epen der 70er zurück, die Kompositionen versprühen den Geist von Marvin Gaye, Isaac Hayes & Co. All das klingt tiefgründiger als manche gefällige Soundtapete, derer sich Jazzanova in der Vergangenheit schuldig gemacht haben. Letztendlich beweisen sich die Musiker aber doch nur als begnadete Copycats – statt "Nova" wäre eher das Beiwort "Nostalgia" angebracht. (7/10)