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FIB 2009 – Die Briten-Invasion ist abgeschlossen
Vor 15 Jahren gegründet, war es lange Zeit die einzige Anlaufstelle für Freunde des britischen Indie-Pops in der spanischen Festivallandschaft und zeichnete sich vor allem durch eine sehr entspannte Atmosphäre gepaart mit einer perfekten Organisation aus. In den letzten Jahren wurden aber immer mehr Briten auf das Festival aufmerksam, welche dieses Jahr erstmal die Mehrheit der 50.000 Besucher stellten.
Mit ihnen kamen die von englischen Festivals bekannten britischen Gesellschaftsspiele: Komasaufen, Bierbecher-Weitwerfen (bevorzugt auf andere Besucher) und kindliche Verkleidungen (die Renner 2009: Superhelden und Schlümpfe) Mit ihnen gingen eine starke Präsens der spanischen Indie-Bands, die in den letzten Jahren immer wieder mit sensationellen Konzerten zu begeistern wussten, sowie ein in sich greifendes DJ-Line Up (wie die Dial Label-Night 2006).
So war das diesjährige FIB mit Oasis, Glasvegas, The Killers und Franz Ferdinand ein Gipfeltreffen des Britrocks und durchaus unterhaltsam, doch den Besuchern der letzten Jahre entging nicht, dass dem neuen Management der rote Faden im Line Up entglitten ist.
Trotzdem konnten Konzerte von Telepathé, Elbow, Lykke Li, Birdy Nam Nam oder TV on the Radio für sich alleine gestellt mehr als überzeugen. Ingesamt bleibt aber ein fahler Nachgeschmack und die Suche nach einer weniger überlaufenden Alternative. Anbieten würde sich beispielsweise das Summercase Festival in Barcelona, das nach einer heurigen Pause für 2010 wieder geplant ist. Denn auch in Barcelona regnet es im Juli eher selten.