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Abhängigkeitserklärung
Irgendwie kommt das jetzt doch überraschend. Denn, um ehrlich zu sein: Mit einem weiteren Album der Kings Of Convenience hat man eigentlich gar nicht mehr gerechnet. Immerhin scheint Eirik Glambek Bøe und Erlend Øye eine einigermaßen komplizierte Beziehung zu verbinden. Während der eine, Bøe, sein Glück in seiner Heimatstadt, dem dauerverregneten Bergen in Norwegen, und im Abschluss seines Psychologie - Studiums suchte, geisterte der andere, Øye, durch die Weltgeschichte, versuchte sich als singender DJ und nahm ein ausschließlich elektronisches Album auf.
Zuletzt weilte der Mann mit dem stets auffallenden Sehbehelf in Berlin, um mit seiner tollen Band The Whitest Boy Alive die Möglichkeiten elektronischer Musik mit mehr oder weniger traditionellen Instrumenten zu erforschen.
Dennoch zog es Erlend Øye zurück nach Bergen, um in weiterer Folge seinen alten Spezi aufzusuchen – schließlich weiß man nicht erst seit Simon & Garfunkel um die Macht zweier Stimmen nebst akustischer Gitarren. Alte Streitigkeiten wurden ad acta gelegt, man wagte sich an die Aufnahmen zu dem, was ab 2. Oktober als "Declaration Of Dependence" die Welt beglücken wird. Der Albumtitel ist dabei weit mehr als ein bemühtes Wortspiel: Er definiert das Verhältnis zwischen Bøe und Øye – eine Abhängigkeit im positiven Sinne.
Das Duo bleibt seinem mit dem Titel des ersten Albums "Quiet Is The New Loud" zum Schlagwort gewordenen Programm treu: zwei Gitarren, zwei Stimmen, hin und wieder dezente Streicher, keine Percussions, dazu die gewohnten Bossa-nova-Anleihen. Mehr braucht es auch im Jahr 2009 nicht, denn: Zu zweit ist man weniger allein.