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Spaghetti - Western mit Hip - Hop - Feeling
Dafür, dass Josh Homme von Queens Of The Stone Age einen Groß-
teil eures neuen Albums produziert hat, hätte es durchaus auch härter ausfallen können.
Matt: Das haben viele angenommen. Aber wir sind dieser Idee doch nicht ganz verfallen.
Alex: Josh ist auch gar nicht der Typ, der aus den Arctic Monkeys plötzlich eine Heavy - Combo zimmern würde. Wir hatten zwar anfangs eine angriffslustige Platte im Sinn, weil wir auch in unseren Live - Sets eher zu solchen Songs tendieren. Aber nachdem wir Abstand vom Touren gewonnen hatten, empfanden wir das als zu eindimensional. Es ist interessanter, Licht und Schatten auf einer Platte zu haben. So hauen die rockigeren Songs auch viel mehr rein.
Und die Spaghetti - Western - Einflüsse können mehr glänzen ...
Matt: Genau. In Paris sagte jemand versehentlich Western - Spaghetti dazu. Das klingt, als hätten die Arctic Monkeys eine spezielle Salsa - Sauce für ihre Musik erfunden. Mir gefällt das. Joshs Studio liegt mitten in der Mojave - Wüste. Da haben wir viel Musik von Ennio Morricone gehört ...
Alex: Der kocht ja auch die besten Western - Spaghetti!
Es muss ein totaler Kontrast gewesen sein, erst in der Wüste aufzunehmen, und dann in ein stylisches Studio nach Brooklyn zu gehen, um mit James Ford von Simian Mobile Disco zu arbeiten.
Matt: Definitiv. In der Wüste hat man nur aufnehmen und auf Blechbüchsen schießen können. In Brooklyn hat jede Nacht eine tolle Band gespielt. Oder wir sind um die Ecke in die "Barcade" gegangen, haben alte Spiele - Computer ausprobiert und die besten Biere der Welt getrunken. Einmal haben wir zufällig die Strokes getroffen. Das passiert dir nur in New York.
Alex: Auf jeden Fall hat die Wüsten - Session alles Darauffolgende beeinflusst. Ich denke aber nicht, dass bestimmte Songs nach New York klingen und andere nach Wüste. Oder dass man sagen könnte, die poppigeren Songs hat James Ford gemacht und die rockigeren Josh Homme.
Matt: Manche Songs klingen so entspannt, dass man überrascht ist, dass sie von Josh produziert worden sind. Dennoch war es wohl eine bewusste Entscheidung, die verrückteren Stücke mit Josh aufzunehmen, bevor wir uns mit James zusammengetan haben.
Ist Josh Homme denn so verrückt?
Alex: Zumindest hat er einen ziemlich schrägen Schuhtick! Josh trägt Crocs - Sandalen. An der jeweiligen Farbe kann man sehen, in welcher Stimmung er gerade ist. Sind sie rot, wird es brenzlig. Bei Gelb ist seine Gemütsregung eher entspannt. An einem Tag hat er aber einen gelben und einen roten Schuh getragen. Das hat uns etwas Angst gemacht.
Matt, du sitzt hier gerade im Dr. - Dre - T - Shirt. Was hat es mit eurer Begeisterung für Hip - Hop auf sich?
Matt: Hip - Hop hat uns überhaupt erst zur Musik gebracht. Als Alex und ich zur Schule gegangen sind, waren Eminem, Dr. Dre und Roots Manuva das Zeug, das man gehört hat. Sonst hat es da nur Nu Metal gegeben, und der war peinlich. Erst als die Strokes in England groß durchgestartet sind, die Vines und die Hives, haben wir angefangen, uns für Gitarrenmusik zu begeistern und selbst eine Band gegründet. Ich habe meine Liebe zum Hip - Hop auch nie verloren. Ich hab aber eine Vorliebe für Gitarrenmusik dazugewonnen.
Alex: Unser neuer Song "The Jeweller’s Hands" hat auch so ein gewisses Hip - Hop - Feeling. Beat und Bass - Linie sind ziemlich Dr. - Dre - mäßig.
US - Hip - Hopper scheinen derzeit aber auch fasziniert von britischen Gitarrenbands zu sein: Jay - Z ist Headliner beim Glastonbury Festival und baut plötzlich typisch britische Wörter wie "bloke" in seine Raps ein.