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Atlanta will den Hattrick
So was nennt man Meilenstein. Popmusikalische Machwerke, die einem so kolossal im Weg liegen, dass man auf Jahre nicht daran vorbeikommt. Outkast haben einen solchen mitten auf den Highway zwischen Hip - Hop und Pop geklotzt: Mit dem Zwei - Seelen - in - einer - Brust - Album "Speakerboxxx/The Love Below" aus 2003 sind sie in vielen Bestenlisten der Nullerjahre weit oben zu finden gewesen. Einsam an der Spitze müssten sie allerdings in den Charts für geniale Marketing-Tricks stehen. Aus der Not eine Tugend und aus einem Quasi - Split einen epochalen Hit zu zaubern, das schaffen nur zwei Typen wie André 3000 und Big Boi, die auch schon in der Lage waren, das Repertoire des Rap um exzentrischen Weltall - Funk, Jungle - Beats, Swing und Garagen - Rock zu erweitern. Nach einem solchen Clou kann man sich, abgesehen von einem aus den Manschetten geschüttelten Soundtrack für ihr Prohibitions - Musical "Idlewild", für den Rest des Jahrzehnts auch mal aufs vorläufige Altenteil legen (bzw. auf Pitbull - Zucht oder Filmkarriere umsatteln) und gemütlich seine Schizophrenia in Stankonia ausleben.
Auch wenn man das Duo aus Atlanta so bald wohl nicht gemeinsam auf einer Bühne sehen wird, halten sie an der Legende Outkast fest. Sie haben zum Einstieg ins neue Jahrzehnt sogar einen Clou geplant, der die alten Großtaten toppen soll. Ganze drei Alben werden im Laufe des Jahres erscheinen, heißt es. Den Anfang macht "Sir Luscious Left Food: The Son Of Chico Dusty", nominell ein Soloalbum von Big Boi (mit zahlreichen Features von André 3000), der zuletzt unterstützt von George Clinton und Mary J. Blige Lebenszeichen aus seinem freiwillig gewählten, dreijährigen Studioexil geschickt hat. Kurz darauf wird ein Soloalbum von André 3000 erscheinen (mit zahlreichen Features von Big Boi), und danach soll es noch ein gemeinsames Werk geben, auf dem wieder groß die Outkast - Krone prangen wird – vorherige Soloerfolge vorausgesetzt. Also schön brav aufessen, dann gibt’s auch Nachtisch!