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Der Ärger mit Ween
Am Denkmal dieses Albums kratzt „La Cucaracha“, die jüngste Schöpfung der beiden talentierten Herren aus New Hope, Pennsylvania, natürlich nicht. Dafür greifen sie mit dem widerlichen „Object“ („You’re just a piece of meat / And I am a butcher“) und dem schlicht dämlichen Pseudo-Faschings-Reggae von „The Fruit Man“ zu tief in die Scheiße. Eine Scheiße, die die sicher blitzgescheiten und gewitzten 1970 geborenen Weener wohl auch in einem Gespräch nicht aufhellen hätten können. Interviews zum neuen Album gibt es aber ohnehin nur gegen Titelgeschichten. Ein Indiz dafür, dass irgendwo im lockeren Ween-Imperium wenigstens irgendwer das Business ernst nimmt.
Drei Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Quebec“ werfen sich Ween jetzt auch wieder mit Nachdruck on the road – und dass sie eine fantastische Liveband sind, sollte sich herumgesprochen haben. Europatermine sind für 2008 zu erwarten. Da gibt es dann sicher ausufernde, nochmal gegen den Strich gebürstete Versionen der Highlights ihres neuen Albums wie zum Beispiel „Woman and Man“, mit dem sich Ween der Geschlechterfrage annehmen („Once there was one / Once there was only one“) und in einem exzessiven Hippie/Latin-Rock-Workout – der kann nämlich Gitarre spielen, dieser Dean Ween! – alles klar machen. Oder „Friends“, das sich einen Spaß daraus macht einen guten Song in ein trashiges Euro-Dance-Gewand zu stecken. Um jetzt nur zwei zu nennen, die einen „La Cucaracha“ dann doch wieder ganz schön oft auflegen und hören lassen werden.