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FM4 ist 13. FM95 auch.
Mittlerweile ist es ein jedes Jahr wiederkehrender Brauch, dass sich eine nicht allzu kleine Menschenmasse im Open-Air-Bereich der Wiener Arena einfindet, um FM4 zum Geburtstag zu gratulieren. An sich ja nicht außergewöhnlich, wäre der Termin nicht stets im Jänner. Heuer hat man es bereits hinter sich, der Klugscheißer war anderer Verpflichtungen wegen wieder einmal nicht vor Ort und zieht es prinzipiell vor, sich zu dieser Jahreszeit sein Bier in geschlossenen Räumlichkeiten hinter die Binde zu gießen.
Ebenfalls 1995 hat ein vom damals noch sehr, sehr jungen Sender initiierter Sampler mit Namen „FM95“ das Licht der Welt erblickt, ein Querschnitt durch das damalige musikalische Schaffen im Land mit dem A abseits des viel bemühten Mainstreams – Schwerpunkt: „gitarrenbetonte Musik mit melodischem Pop-Appeal und einem gewissen Drive“ (Chris Duller in den Linernotes). Enthusiastisch wurde damals bereits überlegt, wie man nach den Folge-Compilations „FM96“, „FM97“ und so weiter das gute Teil im Jahre 2000 nennen könnte; allein, „FM95“ sollte die einzige Zusammenstellung ihrer Art bleiben. Schade, denn die Musik kann man sich heute noch anhören, und nicht nur das, es ist immer wieder erstaunlich, wie viele der darauf vertretenen Musiker dermaßen in Vergessenheit geraten konnten.
Andere wiederum sind bis heute umtriebig: Robert Rotifer, mit seinen Electric Eels vertreten, macht immer noch tolle Musik, Hans Platzgumer, hier mit H.P. Zinker, sowieso; Bloom-Sänger Georg Altziebler ist heute als Son of the Velvet Rat bekannt, Franz Reisecker von Mastalsky werkt an einer Unzahl von Projekten und macht auch unter eigenem Namen Musik, sein ehemaliger Bandkollege John Norman wirkt(e) bei Radian und Freud mit; aus Paste gingen Heinz und The O5 hervor, aus RedRed Rosary die Sofa Surfers; The See Saw, Snakkerdu Densk und Litterbox gibt es immer noch bzw. wieder, und Frenk Lebel, Sänger von Play the Tracks of arbeitet u. a. mit Mauracher zusammen.