|
|
||
Guten Tag, mein Name ist Pop!
Mittlerweile hat Levi eine Band um sich geschart und lebt mit dieser in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert im sonnigen Los Angeles. Diese Stadt hat für ihn das, was er an allen Teilaspekten des Lebens schätzt: Magie. Er nennt das „Magick“ und verbindet damit eine für ihn nicht unkonkrete Vorstellung astraler Energie. Aber nicht nur Esoterisches ist ihm vertraut, auch diszipliniert-beflissenes Arbeiten ist ihm nicht fremd: Als Dreijähriger ging es los mit Klavierunterricht, eine Vielzahl weiterer Instrumente folgte, mit zwölf der erste Song. „Pop is my middle name!“, damit lässt sich argumentieren.
Seine musikalische Arbeit war dabei immer von der Suche nach dem geeigneten Rhythmus bestimmt, egal ob es um kühl-repetitive Strukturen bei Super Numeri oder um verzerrte Bässe und rumpelnde Drums im Glamrock-Format ging. Diesen ausgeprägten Instinkt für den richtigen Beat erkannte auch Danny Hunt, Songwriter bei Ladytron, der das Multitalent als Bassist engagierte und Levis erste Soloarbeiten auf seinem Label Invicta Hi-Fi veröffentlichte.
Für Levi ist eine gewisse Besessenheit wichtig, die sich bei ihm durch intensive Beschäftigung mit wild ersonnenen Ideen einstellt. Im nächsten Schritt versucht er dieses Ideenknäuel entlang mathematischer Strukturen zu entwirren, ohne dabei aber lebendige Elemente auszuklammern. Etwa die Ticks und Launen verschiedenster Künstler, die er verehrt – Künstler wie Marvin Gaye, Syd Barrett oder Jimi Hendrix, die in gewisser Weise eines verbindet: Magick.
Eine von Levi in Liverpool organisierte Kunstveranstaltung nannte er „The Return to Form Black Magick Party“, und so lautet nun auch der Albumtitel. Es geht dabei also um einen Geisteszustand, einen State of Mind, die Einstellung zum Leben an sich. Wobei, und das ist das Schöne daran, Stilfragen ebenfalls von Bedeutung sind. Musikalisch kann man Levi relativ bedenkenlos in eine Reihe mit T. Rex, Prince und den White Stripes stellen. Hypnotisch ist das, groovy und tight. Die Finger fliegen über die Saiten, Stichwörter: Staccato und Hormone. Bei der Produktion half Thom Monahan, der ansonsten auf Devendra Banharts Gehaltsliste steht. Die neue Single „Sugar Assault Me Now“ eröffnet das Album stürmisch mit den Worten „Kick Me!“, gefolgt von der Vorgängerin „Blue Honey“, grooviger Glamrock anno 2006. Relaxten Psychpop bietet „(A Style Called) Crying Chic“, poppiger dann „Pick-Me-Up Uppercut“.