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A Life a Song a Cigarette: A Chord to Start You on a Tune

Ein Leben, ein Lied, ein Tschick:ALASAC-Sänger Stephan Stanzel und seine Bandkollegen

„Fresh Kills Landfill“ ist am 26. Jänner bei Siluh Records (im Vertrieb von Hoanzl) erschienen. A Life, a Song, a Cigarette sind in den nächsten Wochen mehrmals live zu sehen. Details zur Tour ab Seite 21 sowie unter www.alasac.com.
Stephan Stanzel, Sänger und Songwriter von A Life, a Song, a Cigarette, kurz ALASAC, ist der klassische heimische Teilzeitmusiker. Ein paar Stunden widmet der 25-jährige Wiener jede Woche einem „reellen“ Beruf, praktischerweise bei freier Zeiteinteilung. Der Rest dient dem ideellen, aber auch materiellen Broterwerb in Sachen Musik – als Bassist der Band von Ernst Molden und natürlich als singender und Gitarre spielender Vorstand seiner eigenen Gruppe. Gegründet im Frühling 2004, ist deren Debüt „Fresh Kills Landfill“ eine überraschend ausgereifte, runde Angelegenheit – vom launigen Opener „A Chord to Start You on a Tune“ bis hin zum abschließenden „A Different Spring“, das den hoffnungsschwangeren Satz „Until I find a different spring“ und ein wunderbares „La La La La“ zu bieten hat und von Gastsängerin Ginger Dellenbaugh zusätzlich veredelt wird.
Dabei wurden in der Produktion von Eddie Siblik die Ecken und Kanten ihrer Musik im Zweifelsfall lieber stehen gelassen. Manchmal kracht und scheppert es also, dieser herrliche Lärm kommt den Songs aber nie in die Quere – und diese zielen treffsicher und von Herzen aufs Herz: „Let Me Drink Away My Broken Heart“. Von wegen „Indiefolk“, was ALASAC ja gerne unbeholfen als Etikett umgehängt wird: Nicht nur bei „Change“ ziehen sie das Tempo lustvoll an und lassen sich von herrlichen, euphorisierenden Bläsersätzen nach vorne treiben.
Stanzel, der seine Lieder gelegentlich auch als Leroy Simmering solo aufführt, betont, wie wichtig Gitarrist Hannes Wirth und Keyboarder Philipp Karas bei der Ausformulierung seiner Ideen sind. Deutsch zu singen war dabei keine Option, schließlich liefert nicht nur das englischsprachige Wikipedia genug Inspiration: Dort stieß Stephan auf den Albumtitel, den Namen einer mittlerweile geschlossenen gigantischen Mülldeponie in New York City.
Neunmalkluge Besserwisser, die diverse Internetforen zumüllen, werden die stilistische und klangliche Nähe dieser Musik zu Conor Oberst und seinen Bright Eyes reklamieren, statt ihre oft schwelgerische Schönheit und emotionale Unmittelbarkeit zu genießen. Es braucht aber schon Ohren aus Stein, um sich dem Charme eines Songs wie „Love“, das als Single auserkoren wurde, komplett zu verschließen.