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The Shins: This Song Will Change Your Life
„Dieser Song wird dein Leben verändern“, sagt Natalie Portman und setzt Zach Braff im Wartezimmer eines Psychotherapeuten ihre Kopfhörer auf. Aus denen ertönt „New Slang“, ein Lied aus „Oh, Inverted World“, dem ersten Album der Shins. Eine nicht unwesentliche Szene in Braffs in den USA äußerst erfolgreichem Film „Garden State“, haben sich die beiden Protagonisten doch gerade erst kennen gelernt und legen hier den Grundstock für ihre Beziehung. Auch für die Band, die für das Stück verantwortlich zeichnet, stellt sich die beschriebene Szene als bedeutsam heraus. Denn „New Slang“ findet, ebenso wie „Caring Is Creepy“, der zweite The-Shins-Song, der im Film zum Einsatz kommt, massiven Anklang beim Publikum.
Was danach kommt, ist für die Band mehr als unerwartet und eröffnet ihr neue Dimensionen in Sachen Erfolg: Obwohl die Shins zu diesem Zeitpunkt gerade erst die Tour zu ihrem damals aktuellen zweiten Werk „Chutes Too Narrow“ hinter sich gebracht haben, dürfen sie noch einmal zurück on the road. Diesmal, um ihre Musik, allen voran ihr Debütalbum, dem neu gewonnenen Publikum näher zu bringen, in Colleges, Schulen und an Universitäten genauso wie in größeren Clubs. Spätestens seit damals zählen die Shins zu den fixen Größen im US-amerikanischen Indie-Kosmos.
Dabei ging es mit der Karriere des Quartetts um Sänger, Gitarrist und Songwriter James Mercer ohnehin stetig bergauf: Nachdem man den alten Bandnamen Flake Music gegen The Shins getauscht, bei gleichbleibender personeller Besetzung die Instrumente untereinander gewechselt hatte und dem Ruf des Traditionslabels Sub Pop folgend von Albuquerque, New Mexico nach Portland, Oregon umgezogen war, stieß der intelligente, home recorded Indiepop der Band sofort auf offene Ohren. Die Verkäufe ihrer ersten beiden Alben übertrafen sämtliche Erwartungen. Und nicht zuletzt dank „Garden State“ liegt man bei mittlerweile knapp einer Million abgesetzter Tonträger.
Aber die Shins gaben ihre Songs nicht nur für Zach Braffs Film, sondern auch für diverse Fernsehserien wie „Buffy, the Vampire Slayer“, „Gilmore Girls“, „The Sopranos“ oder „Scrubs“ frei. Und für TV-Werbung: „New Slang“ wurde für einen Spot von McDonald’s verwendet. „Das war zu Beginn unserer Karriere“, erinnert sich James Mercer im Interview, „Und offenbar ist das eine etwas kontroversielle Sache. Immerhin passierte das, bevor das Buch ‚Fast Food Nation‘ von Eric Schlosser zu einem Thema in den USA und die Diskussion um McDonald’s vom Zaun gebrochen wurde. Es mag für manche Leute zwar wie eine Entschuldigung klingen, aber wenn du Geld brauchst, bloß in einem kleinen Van unterwegs und auch noch verschuldet bist, dann sind solche Werbedeals sehr hilfreich.“