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Planningtorock: Kunterbunte Klangwelten
Multimedia, du mächtiges Wort! Obwohl die Schnittmenge aus bildenden Künstlern und Musikern freilich seit jeher eine fruchtbare und nicht zu unterschätzende war, mag man als Mensch von der Straße den anderen oft nicht ganz so gerne dabei zusehen, wie sie in mehr als einem künstlerischen Feld gut oder gar erfolgreich tätig sind. Jetzt singt sie auch noch!
Die aus dem englischen Bolton stammende Janine Rostron machte sich nach erfolgreich absolviertem Studium der klassischen Violine in den 90ern ins beständig brodelnde Berlin auf, um dort unter dem Ehrfurcht gebietenden Namen Planningtorock Clubs und Kunstszene zu beleuchten. Als Musikerin und Videokünstlerin. An elektronischer Gerätschaft vermengt sie Boogie-Woogie-Klavier, aufgeregtes Wald- und Wiesen-Gepluckere, Kaugummi-Pop, unaufgeräumte Hip - Hop - Beats sowie geschätzte 100 andere Zutaten und legt darüber kinderliedhafte Gesangsmelodien. Ihre Videoarbeiten zeigen nicht selten Rostron selbst und sind geprägt von nebelverhangenen Reisen durch die Länder der Psychedelik, wie nebenbei macht Rostron bei ihren Performances Gebrauch von Masken, Kostümen und Requisiten. Eine Rauschwirkung, ein Erlebnis!
Ihre Musik veröffentlichte Janine Rostron bislang beim vorbildlich kunstaffinen Berliner Label Chicks on Speed Records, ein passendes Umfeld für Planningtorock. Für die Zukunft steht gerüchteweise ein vielversprechender Karriere-Move nach New York ins Haus. Hipster-Teddybär James Murphy von der Disco-Schmiede DFA Records hat bereits an die Studiotür geklopft. Janine Rostron selbst gibt sich bedeckt, was das nächste Album anbelangt: „Die Platte wird ‚Thumb Sucker‘ heißen und diesen Herbst erscheinen. Es wird ein ziemlich eklektisches Album werden, mit einigen Überraschungsgästen. Wir haben darüber gesprochen, dass es wahrscheinlich bei DFA erscheinen wird, dazu kann ich aber noch nichts Genaues sagen. James hat mir eine E-Mail geschrieben und gemeint, dass er meine Sachen mag. Mittlerweile sind wir Freunde geworden.“
Surreale Reizüberflutung
Ihre Auftritte betrieb Planningtorock bislang als farbenprächtiges Einzelunternehmen, in dem musikalische Darbietung und Videoarbeit gleichberechtigt zu einem Schwindel erregenden Trip durch die Reizüberflutung verschmolzen. Das Auftragswerk „Whats the Rock“, das beim Donaufestival zur Uraufführung kommen wird, bedarf freilich größeren Aufwands und kreativer Vernetzung: „Der aus Deutschland stammende Leif E. Christensen ist Set-Designer und ‚Co-Artistic Director‘, Evans Hankey aus den USA ist für die Live-Video-Elemente zuständig. ‚Whats the Rock‘ wird so etwas wie eine Art Musical werden, jedoch ohne klassische narrative Ebene. Ich bin stark vom Surrealismus geprägt und möchte dem Publikum viel Freiraum lassen, ihre eigene Vorstellungskraft einzubringen.“