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Beck: Ökonomie und Experiment
Der Mann aus Los Angeles hat ja mittlerweile zwischen Schrottplatz - HipHop, Folk, Prince - Funk, Tropicalia und Space-Rock so ziemlich alle Felder beackert. Was wird er uns denn demnächst anbieten wollen? Surf-Dub? No-Wave-R‘n‘B? Ziehharmonika - Grime? Als Produzent der Platte, die den schönen Titel "Modern Guilt" tragen wird, wurde jedenfalls niemand Geringerer als ein anderer großer Pop-Jongleur hinter die Regler gebeten: Danger Mouse, der Typ, der, wenn er nicht gerade illegalerweise Platten von Jay-Z und den Beatles zum "Grey Album" zusammenmischt, mit MC MF Doom HipHop produziert, an einem Album von Damon Albarns Gorillaz herumbastelt oder mit seinem Duo Gnarls Barkley Welthits wie "Crazy" in die Charts schiebt.
Gerüchten zufolge soll "Modern Guilt" zehn Stücke enthalten und nur knapp die 30 - Minuten - Marke überspringen. Weiters soll das Album, so munkelt man im Wald, der das Internet ist, zwischen Ökonomie und Experiment schwanken, zwischen Hybrid und Pop-Klassizismus, und gleichzeitig das gemeinsame Interesse von Danger Mouse und Beck an Psych-Rock, Folk und elektronischem Minimalismus darlegen. Aha. Das bereits vorab zu hörende Stück "Chemtrails" ist jedenfalls ein leicht weggetrippter Ausflug in die Sixties mit wohligem Georgle und feinen Beach-Boys-Harmonien im Gesang.
Damit aber nicht genug des Name-Droppings: Neben den Beiträgen von Danger Mouse wird die wunderbare Cat Power auf zwei Tracks des Albums zu hören sein, bei seiner groß angelegten Tour durch die Vereinigten Staaten und Europa wird Beck im Vorprogramm von den sensiblen Schwermutsrockern von der Band Of Horses unterstützt. Österreich wird leider wieder einmal ausgespart.