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Das Brodeln in Bristol
Massive Attack
"Blue Lines" (1991), das Debütalbum der ebenso wie Tricky aus dem Wild Bunch System hervorgegangenen Gruppe, darf in seiner zurückgelehnten Mischung aus Jazz, Dub, sinistrer Elektronik und HipHop als Blaupause für Trip - Hop gewertet werden. Das fünfte Studioalbum, das die beiden verbliebenen Mitglieder 3D und Daddy G wieder mit langer Gästeliste (u. a. David Sitek von TV On The Radio und Horace Andy) aufgenommen haben und den Titel "Weather Underground" tragen soll, harrt seiner Veröffentlichung.
Portishead
Das nach einer in der Nähe Bristols gelegenen Kleinstadt benannte Trio war im Vergleich zu Massive Attack stets stärker den Songs denn der Sound- und Atmosphärenforschung verpflichtet. Der Cocktail aus Film-Scores, Cool Jazz, grobkörnigen Zeitlupen-Beats und Beth Gibbons Stimme erreichte – vor allem mit dem Debüt "Dummy" – so auch ein breites Publikum jenseits der Subkulturen.
Nach langer Auszeit erfolgte die Rückkehr mit dem epochalen Album "Third" dieses Jahr zu Recht unter großem Getöse.
Mark Stewart
Mit Trip-Hop hat der Mann kaum was am Hut. Ende der 70er integrierte er mit seiner Band The Pop Group – später dann mit Mark Stewart and the Maffia – weit reichende Stilvielfalt zwischen Dub, HipHop, Free Jazz oder Reggae in die abgenutzten Systeme von Punk-Rock. Kürzlich erschien mit "Edit" sein erstes Album mit neuem Material seit zwölf Jahren. Stewart war einer der ersten, der der Vielschichtigkeit des aktuellen Albums von Portishead in einem Zeitungsartikel ein öffentliches Loblied sang.