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Gig-Hopping in Paris
Die Vorgeschichte
Der Grund für unseren Paris-Trip war ja eigentlich ein Radiohead-Konzert. Aber wenn man dann schon mal in einer Stadt wie Paris ist, wäre es ja eigentlich pure Verschwendung sie fluchtartig wieder zu verlassen. Und es ist sicher auch im Sinne von Thom Yorke, wenn wir hier unseren Carbon Footprint im Auge behalten, denn eigentlich retten wir ja mindestens den halben Regenwald, wenn wir nicht nur für ein fantastisches Konzert anreisen sondern gleich für derer drei! Wie es der Zufall wollte gab es am Tag vor Radiohead noch einen Abend mit Hercules And Love Affair – Sensationell! Und am Tag davor kuratierten Shellac einen Abend unter anderem mit den alten Herren von Mission of Burma. Also: aus 1 mach 3. Und der Umwelt auch noch was Gutes getan dabei. Nein, ich hab mir dann nicht die Radiohead - Tour - 08 - Wasserflasche von Sigg um wohlfeile 20 Euro zugelegt. Aber alles der Reihe nach.
Day One, 7. Juni 2008
Das EM-Eröffnungsspiel liegt hinter uns und wir begeben uns mit der Metro nach La Villette. In der Grand Halle findet heute der letzte Abend des Villette Sonique Festivals statt. Melt Banana, Mission Of Burma und Shellac. Letztere liefern dann zu meiner Überraschung das für mich beste Konzert des Abends. Da die Herren von Shellac nicht und nicht aufhören wollen, dürfen wir uns auf die Suche nach einem Nachtbus begeben. You know, the Carbon Footprint ...
Day Two, 8. Juni 2008
Wir machen uns auf den Weg zu La Cigalle. Ein altes Pariser Theater. Eine fantastische Location für ein fantastisches Konzert. Saul Williams und Hercules And Love Affair. Leider erwischt mich der Herr Williams am falschen Fuß. Zuerst eine recht platte Namedropping-Eröffnungsrede und dann noch ein mehr als nur übermotivierter CX-Kidtronic an seiner Seite. Ab zur Bar, die übrigens 1987 von Philippe Starck gestaltet wurde. Die Umbaupause wird dann genutzt, um sich in die erste Reihe vorzuarbeiten. Perfekte Aussicht auf eine perfekte Band. Wir hofften natürlich, dass sich vielleicht doch auch Antony auf die Bühne verirren könnte. Aber er wird von Nomi mehr als würdig vertreten. Der Boden des altehrwürdigen Hauses vibriert schon fast beängstigend zu dieser exzellenten Mischung aus Disco, Dance, Pop und Elektronik. Aber nach einer Stunde ist leider schon wieder Schicht im Schacht.