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Eminem: back from the dead
"8 Mile" konnte ja noch nicht alles gewesen sein. Eminem, dessen letztes Album "Encore" mittlerweile auch schon wieder vor vier Jahren erschienen ist, hat ein Buch geschrieben. In "The Way I Am" kann man so einiges mehr aus einem Leben zwischen schwieriger Kindheit, Rap-Battles und dem Abhängen mit der Gang erfahren.
Besonders viel Platz räumt Eminem dabei seinem ehemals engsten Freund ein: dem Rapper Proof, der 2006 in einem Detroiter Nachtclub erschossen wurde. Nebenbei gilt es in »The Way I Am«, ordentlich Alltagskram zu erleben, der sich redlich plagt, den Rapper als den immer wieder gern bemühten ganz normalen Typen von nebenan zu zeichnen. Eminem, der Hausmann, und vor allem Eminem, der Vater.
Die altbekannten Themen, wie die ewigen Streitigkeiten mit der Ex-Frau und vor allem der Mutter werden dabei kaum berührt, insgesamt stellt sich das Leben für Eminem im Buch in einem für ihn ungewohnten Sonnenschein dar. Eminem ist fertig mit Jammern, es soll weitergehen. Und so ist angeblich auch in musikalischer Hinsicht erst das erste Kapitel in Eminems Karriere zugeschlagen.
Für Anfang 2009 ist sein sechstes Studioalbum angekündigt. "Relapse" soll es heißen, hauptproduktionstechnisch hat wieder Eminems ewiger Partner Dr. Dre die Regler durchs Studio geschoben. Auch eine Hälfte von Gang Starr, der legendäre Beat-Schmied DJ Premier, soll zwei, drei Tracks beigesteuert haben, ebenso wie gerüchtehalber der omnipräsente Swizz Beatz.
Und weil kein großes Hip-Hop-Album ohne Gastbeiträge von Kollegen so richtig fett glänzen kann, hat Eminem unter anderem Obie Trice, DMX, Jay-Z, T. I. und – logisch – 50 Cent zur obligatorischen Wortspende geladen. Über Verkaufszahlen wird sich da wohl niemand große Gedanken machen müssen.