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School Of Seven Bells: Geister hauchen aus der Maschine
Wenn nun heute die eine oder andere Combo an Charakteristika dieser Bewegung anknüpft, dann darf auch der Genrebegriff wieder hochleben. Neben den Melancholikern von Beach House, dem Ghost - Punk von Deerhunter oder Pluramon, dem Gitarrenprojekt des Elektronikers Markus Schmickler, wurde in der jüngeren Vergangenheit vor allem einer Band immer wieder das Etikett "Shoegazing" angetragen: School Of Seven Bells.
Betont verträumt
"Wir waren uns bewusst, dass diese Szene existiert. Wir sind aber keine großen Fans davon oder wollten den Sound nachstellen. Bei uns ist der Gesang der Ausgangspunkt und soll auch im Vordergrund stehen. Alles andere entsteht danach", sagt Benjamin Curtis, ehemals Mitglied der Space - Rocker Secret Machines und heute ein Drittel der New Yorker Band School Of Seven Bells. Gemeinsam mit den Schwestern Claudia und Alejandra Deheza, die zuvor bei der wenig bekannten Band On! Air! Library! in Lohn und Brot standen, schraubt Curtis so an einem betont verträumtem Pop-Entwurf – komplett mit verstolperten Beats, wohligem Rauschen, säuselndem Gesang und 70 Schichten Sweetness.
"Alpinisms", das Debüt der Gruppe steht so gleichermaßen in Verwandtschaft mit Dream - Pop wie Wald- und Wiesen - Elektronik, wie sie etwa das Berliner Label Morr seit Jahr und Tag in die Welt brutzeln lässt. Dass nun diese freundlich vernebelte Spukmusik ausgerechnet bei Ghostly (!) International, einem der besten amerikanischen Labels im Spannungsfeld zwischen Pop und Techno, erscheint – es kann nicht mit rechten Dingen zugehen.
Das Album »Alpinisms« ist bei Ghostly International (im Vertrieb von Hoanzl) erschienen.