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Kaum zu überhören
Geht das simple Rezept auf? Modeselektor plus Apparat gleich Moderat? "Wir haben anfangs schon darüber nachgedacht, was wir alle mal gern machen würden, aber nicht so richtig in unseren Soloprojekten unterbringen können", sagt Sascha Ring, der Mann, den sie Apparat nennen, "der Punkt an dem wir uns getroffen haben, war eine darkere und spacigere Atmo. Mehr Raum. Wir hatten auch funky vor, aber das können wir alle nicht." Darüber kann man streiten, was die Berliner aber mit Sicherheit können: gut kickende Holterdiepolter-Beats, die kein Bein kalt lassen. Sascha Ring war Mitbetreiber des Labels Shitkatapult, wo er als Produzent die krachige Seite von Apparat ausleben konnte, hat für seine andere Heimat, Bpitch Control, emotional brutzelnde Electronica veröffentlicht und gemeinsam mit Bpitch - Control - Chefin Ellen Allien das "Orchestra Of Bubbles" tanzen lassen.
Ein hyperdynamisches Trio
Am anderen Ende der Bpitch - Radau - Skala war auch der Aufstieg von Modeselektor in den letzten Jahren kaum zu überhören. Mit ihrem dickbassigen Cut - up aus geraden und gebrochenen Beats, Techno, Dubstep, Ragga und schon auch mal maximalem Rave haben sich Gernot Bronsert und Sebastian Szary als einer der führenden Acts im weiten Universum der Elektronik etabliert. Ins Vorprogramm von Radiohead gebeten wird man ja auch nicht von ungefähr. Nach einer noch ziemlich roughen EP im Jahr 2002 erscheint nun das Debütalbum des hyperdynamischen Trios Moderat. Hier kollidieren die zartbitteren Emo - Soundscapes von Apparat, gerne auch mit Gesang, mit der verstolperten Bassdrum und den dezenten Ragga - Ausritten von Modeselektor. Was am Ende dabei hinten rauskommt, ist viel mehr als – wie heißt es so schön – die Summe der einzelnen Teile. Wie so oft bei Live - Auftritten aus dem Bpitch - Lager werden auch bei den Performances von Moderat die Visuals der famosen VJ - Crew Pfandfinderei integraler Bestandteil sein.