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Beats International
Wie wusste Eißfeldt von den Beginnern schon in deren ewigem Stück "Fäule" zu formulieren: "Wer Hip - Hop macht, aber nur Hip - Hop hört, betreibt Inzest." Dass auch sie vom allzu strengen Verweilen innerhalb festgezurrter Stilgrenzen wenig halten, das haben die Waxolutionists schon mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "The Smart Blip Experience" vor gut zehn Jahren klargemacht. Bei den Herren DJ Buzz, Bionic Kid und DJ Zuzee kommen Neo - Soul, angejazzte Instrumentals und klassische Rap - Tracks, pluckernde Elektronik und reales Live - Instrumentarium zusammen. So ist auch ihr fünftes Album "We Paint Colors" eine farbenfrohe Collage aus Styles und Codes geworden, zusammengetragen aus allen Ecken der Welt. "Für uns ist die Verbindung Philadelphia – Detroit wichtig, dort kommen viele unserer Favorites her, dort passiert Hip - Hop, wie er sein sollte. Aber auch Skandinavien, Frankreich und das UK sind immer mit frischen Ideen am Start", meinen Buzz und Bionic Kid, die beiden für die Produktion primärverantwortlichen Waxolutionists – Kollege Zuzee erfüllt hauptsächlich (und formidabel) die klassische Rolle des DJs als DJ.
locker und zurückgelehnt
Neben österreicherischer Unterstützung, etwa in Gestalt von MC Manuva oder dem Duo Twintowas, das an den Instrumenten auch das Line - up für die Live - Auftritte komplettieren wird, ist "We Paint Colors" dementsprechend wieder voller Gastbeiträge von da und dort: Frank Nitty aus Detroit, der zwischen Sankt Petersburg, London und New York sozialisierte DJ Vadim, Flowin Immo aus, ähm, Bremen und und und. Trotz der lockeren Zurückgelehntheit, die die Musik der Waxolutionists über weite Strecken prägt, wollen die Boys also mit den abgelutschten Wien - Klischees, die da immer wieder gerne mit Downbeat und bobohaft schunkelndem Melange-Groove in Verbindung gebracht werden, nichts zu tun haben – ebenso wenig wie mit auf Nationalitäten fixiertem Schubladenwesen: "Unser Sound ist eher nicht wienerisch. Die Downtempo - Szene hat uns nie wirklich interessiert bzw. waren wir da nie wirklich dabei, genauso wenig sind wir ein "deutschsprachiger Hip - Hop - Act". Wir machen internationalen Sound zwischen (vermehrt) instrumentalem Hip - Hop und Electronica. Viele Tunes sind gemütlich und groovig, aber die Details, das Sound - Design und das Feeling sind definitiv zu dicht und rotzig für klassischen Downtempo."