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Dance till you’re dead
Auf der Website der Yeah Yeah Yeahs ist ein Foto von Nick Zinner mit Poison Ivy und Lux Interior von den Cramps zu sehen. Eine letzte Verbeugung vor dem ikonischen Punk -’n’- Roll - Madman Interior, der unlängst verstorben ist. Gleichzeitig ein Eckpfeiler des kulturellen Referenzrahmens einer Band, die zwar den Mainstream tangiert – schon das Debüt "Fever To Tell" erreichte in den USA und in Großbritannien Goldstatus –, aber dennoch eine weitgehend intakte Credibility vorzuweisen hat. Eine Position, der Nebenaktivitäten wie Karen Orzoleks Mitwirken bei einem TV - Spot für Adidas (Regie: Spike Jonze) einträglich zugearbeitet haben. Und an der das neue Album "It’s Blitz!" wahrscheinlich wenig verändern wird. Weder findet sich unter dessen zehn Songs, vom Opener, der ersten Single, "Zero" bis zum abschließenden "Little Shadow" ein Stück das geeignet scheint, die in New York City beheimateten Yeah Yeah Yeahs endgültig zum household name zwischen Klingelton und Mitpfeifen zu machen, noch haben sich Sound und musikalischer Ansatz so drastisch verändert, dass bisherige Band - Gutfinder jetzt in Scharen andere Objekte für ihre musikalische Begeisterungsfähigkeit suchen werden. Wenn der smarte Albumtitel auch anderes suggerieren möchte – offensichtliche Sensationen finden hier keine statt.
Zwingend, geschmackssicher, meisterlich
Wie schon der Vorgänger "Show Your Bones" (2006) sich im Bezug auf "Fever To Tell" (2003) gemäßigter und zugänglicher präsentierte, so setzt nun auch "It’s Blitz!" diese Stoßrichtung fort und überzeugt als ein durchgehend interessantes Album voll sehr hoch entwickeltem, spannend daherkommendem Kunst - Pop, mit gelegentlicher Tendenz zu fetter Art - Disco. Umgesetzt mit den beiden Produzenten Nick Launay und Wunderwuzzi David Andrew Sitek, dessen TV - On - The - Radio - Kollegen Tunde Adebimpe und Kyp Malone das Stück "Dragon Queen" bereichern.Beim ersten Durchhören ist es die Geschlossenheit, der logische Fluss der Musik, der einen für "It’s Blitz!" einnimmt, bevor sich die Charaktereigenschaften der einzelnen Songs zu entfalten beginnen. Musik, die Hand und Fuß hat. Nicht nur weil je ein Paar der beteiligten Hände und Füße Karen O gehören, ist dabei gewährleistet, dass besagte Gliedmaßen gelegentlich auszucken, auszucken müssen.