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Die Über - Produzentin
So hat man Peaches selten gehört: "I don’t wanna lose you" singt und gurrt sie im dritten Stück ihres neuen Albums – einem astrein aufpolierten Synthie - Pop - Track, wie gebaut für den Kuschelrock - Einsatz in der Indie - Disco. "Für mich fühlt sich das ganz normal an, so ein Liebeslied zu singen", sagt Peaches, "natürlich spiele ich ein bisschen mit den Erwartungs - haltungen der Zuhörer, wenn ich die softere Seite von mir zeige." Auch wenn der Song "Lose You" eine Ausnahme auf "I Feel Cream" darstellt, haben sich die Parameter auf dem vierten Album der Kanadierin mit Wohnsitz Berlin verschoben. Das Album kommt nach wie vor in der bekannten Hauruck - Ästethik in Schwarz - Pink - Purple daher, heute aber nicht wie gewohnt im Lo - Fi - Gewand aus der zickigen Beatbox, sondern in dicker ausproduziertem Sound, mit mehr Melodie und vielschichtiger funkelnd als bisher. " ´I Feel Cream ist mein Pop - Album. Nachdem ich davor viel mit Gitarren gearbeitet und mit Rock-Klischees gespielt habe, wollte ich eine stärker an Dance orientierte Platte machen."
Fixstarter und Allesverwurster
Damit "I Feel Cream" die abwechslungsreiche Tanzplatte wird, die sie nun geworden ist, hat sich Peaches Hilfe von einigen Elektronik - Boys wie den Hamburgern Digitalism, den englischen grauen Eminenzen des Nu Rave, Simian Mobile Disco, oder den belgischen Allesverwurstern von Soulwax geholt. Ihr alter Freund Gonzales ist sowieso wieder mit dabei. Dass da aber nun nach dem altbackenen Modell gearbeitet wird, nach dem die Jungs die Beats basteln und das Mädel dann ein bisschen über die Musik drüber singen darf, damit ist bei Peaches freilich bis auf Weiteres nicht zu rechnen: "Es war eine richtige Zusammenarbeit, aber ich gebe immer die Richtung vor. Ich entscheide, bin letztlich der Über - Producer." So soll es sein, vor allem, wenn dabei am Ende eine solch feine Platte rauskommt.