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Dem Herzen folgen
Andere, die sich in Los Angeles aufhalten, mögen leicht dem Glamour der Stadt verfallen, dem reichhaltigen Angebot an Bars frönen oder sich schlicht in der Sonne aalen. Nicht so die Herren von Maxïmo Park. Das Quintett aus dem englischen Newcatle upon Tyne schottete sich in den Vororten ab und unternahm nur hin und wieder Tagesausflüge, um Konzerte und Plattenläden zu besuchen. Gitarrist Duncan Lloyd gastierte mal als DJ in einer Kunstgalerie, Sänger Paul Smith ging ins Kino, um sich "Synecdoche, New York", Charlie Kaufmans Regiedebüt, anzusehen, nur um sich später wieder einer DVD-Box mit Eric - Rohmer - Filmen zu widmen.
Der Grund für den USA - Ausflug der Band liegt auf der Hand:
Maxïmo Park haben ihr drittes Album aufgenommen. Produzent war Nick Launay, ein Mann, der schon mit Nick Cave, David Byrne und Kate Bush gearbeitet und die letzte Arcade - Fire - Platte abgemischt hat; ein Mann zudem, der Paul Smiths Vernehmen nach auch Sound - Vorstellungen wie "explodierendes Raumschiff" zu verwirklichen weiß. Eine gute Wahl also, schließlich gilt längst nicht mehr die dritte Platte einer Band, eines Künstlers als die schwierige – diese Rolle hat das Zweitwerk übernommen. Album Nummer drei hat eine andere Hürde zu meistern: Ist das, was geboten wird, überhaupt noch spannend, essenziell? Oder spricht es nur noch die Hardcore - Fans an?
Franz Ferdinand, aber auch die Yeah Yeah Yeahs sind dieser Aufgabestellung mit einer Neudeutung des eigenen Sounds, mit dem – mal stärker, mal weniger ausgeprägten – Hang zum Experiment begegnet. Und auch Maxïmo Park präsentieren sich auf "Quicken The Heart", so der lange geheim gehaltene Titel, sperriger als zuvor. Die Songs fallen nicht mehr mit der Tür ins Haus, catchy sind sie erst nach mehrmaligem Hören, anstatt mit gefühlten zehn Hooklines pro Stück warten sie mit dem Wesentlichen auf: mit Melodien, die die Zeit überdauern.

Ab heute können die Terminator Look-Alikes bewertet werden. Die besten drei kommen ins Finale!