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Computerkauf: Spielraum für Umweltkosten groß
User bestimmen durch ihr Verhalten Stromkosten und Umweltwirkung
Wie stark ein Computer die eigene Geldbörse wie auch das Klima belastet, hängt in hohem Maß vom Verhalten des Konsumenten bei dessen Kauf, Nutzung und Entsorgung ab. Das verdeutlicht eine Broschüre des Umweltbundesamtes, die auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) präsentiert wird. Bei Computer, Fernseher und Handy ist der Gedanke an den Stromverbrauch noch kaum im Bewußtsein. Dennoch reicht die Energie, die ein Plasma-Fernseher oder auch ein Gamer-PC benötigt, für den Betrieb von bis zu fünf Kühlschränken aus.
Im Verhalten von Computernutzern gibt es große Spielräume, was den Energieverbrauch und den mit der Stromerzeugung verbundenen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) betrifft. Das beginnt bereits bei der Anschaffung des Gerätes. Die Entscheidung für ein Modell legt zugleich den Stromverbrauch für die nächsten Jahre fest. Für die gleiche Leistung kann ein Computer jährlich 180 oder auch nur 80 Kilowattstunden (KWh) Strom verbrauchen. Dementsprechend liegen die jährlichen Stromkosten bei vier Stunden Nutzung pro Tag bei einem Einsteiger-Notebook bei acht Euro, verglichen mit 105 Euro bei einem Gamer-PC. Direkte Folgen für die Umwelt hat jedoch auch der Herstellungsweg eines Apparates. Ein durchschnittlicher PC mit Monitor braucht in der Produktion 2.790 KWh Energie und produziert damit 850 Kilo CO2, außerdem werden 1.500 Liter Wasser und 23 Kilogramm verschiedener Chemikalien benötigt. "Einen Computer muss man mindestens drei bis sechs Jahre täglich nutzen, um dabei dieselbe Energie verbraucht zu haben, die für die Herstellung benötigt wird. Sinnvoll ist es daher, Geräte möglichst lange in Einsatz zu haben", betont Siegfried Behring, IZT-Experte für nachhaltige Unterhaltungselektronik.
Erheblichen Spielraum für das Stromsparen bietet schließlich auch die Nutzung des Computers. Durch die richtigen Einstellungen im Energiemanagement, das Wegschalten des für den Energiebedarf irrelevanten Bildschirmschoners sowie das Vermeiden des Standby-Modus spare allein in Deutschland den Strom von zwei Kraftweken ein. Der im Produktzyklus letzte Beitrag des Verbrauchers für eine möglichst geringe Umweltbelastung sollte die fachgerechte Entsorgung des Gerätes sein. Denn PCs, Drucker, Handys oder auch andere elektronische Kleinstgeräte enthalten in geringen Mengen eine Vielzahl seltener Metalle wie Gold, Silber, Tantal oder Platin, deren Förderung die natürlichen Ressourcen belasten.
Mehr Informationen zu diesem Thema in der Kostenloser Download Broschüre "Computer, Internet und Co" unter
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3725.pdf