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Gegen Netzsperren
Eine überwältigende Mehrheit der britischen Bevölkerung ist gegen Netzsperren von vermeintlichen illegalen Filesharern und fordert stattdessen ein faires Gerichtsverfahren. Damit sprechen sie sich gegen den Plan der Regierung aus zukünftig einfach den Internetzugang verdächtiger Personen zu kappen – Internetserviceprovider (ISPs) sollen per Gesetz dazu gezwungen werden, Nutzer vom Netz zu nehmen, die möglicherweise illegal Inhalte heruntergeladen haben.
Weder die Öffentlichkeit noch die Provider selbst sind für diese Netzsperren, wie eine Erhebung von YouGov belegt. Nur 16 Prozent der Befragten befürworten diese Vorgehensweise. Die Ablehnung einer liberaleren Regelung geht sogar so weit, dass Wähler, vor allem jüngere, ihre Wahlentscheidung nach dem Thema „Netzsperre“ treffen.
Die Internetprovider kritisieren Netzsperren stark. "Die österreichischen Provider sind strikt gegen Internetsperren. Für uns bedeutet das einen unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre und die Informationsfreiheit", so etwa Andreas Wildberger, Generalsekretär des österreichischen Branchenverbands ISPA. Außerdem könne der gesperrte User seine Webaktivitäten auch verschlüsseln und fremde IP-Adressen oder ein fremdes WLAN benutzen um wieder im Internet zu surfen.