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Protestwelle
Die rasante Vernetzung der protestierenden österreichischen Studierenden hat die Politik kalt erwischt. Die Schnelligkeit mit der sich die Demonstranten über soziale Medien wie Twitter, Facebook und Co, vernetzten, erzeugte bei den zuständigen Politikern eine vollkommene Überforderung. Während Wissenschaftsminister Johannes Hahn sich in den ersten Tagen der Proteste bedeckt hielt und den Dialog verweigerte, sorgt Bundeskanzler Werner Faymann mit widesprüchlichen Aussagen zu Zugangsbeschränkungne für Verwirrung.
"Insbesondere die ersten Tage der Proteste zeigten deutlich, dass die Generation der Politiker noch nicht auf die Schnelligkeit dieser Medien eingestellt ist", sagt Manfred Bobrowsky, Medienexperte und Professor am Wiener Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Zwar vernetzten sich schon während der Universitätsstreiks im Jahr 1996 die Teilnehmer mit SMS und E-Mail, jedoch verlief die Kommunikation damals um einiges langsamer. Unter Einsatz von Social Media und mit einer eigenen Website samt Livestream aus dem besetzten Audimax haben die Protestanten es geschafft auf den Bildungsnotstand aufmerksam zu machen.
Mitlerweile haben sich die Proteste über die Landesgrenzen hinaus ausgebreiten. Auch in Deutschland wurde einige Gruppen aktiv, die dem österreichischen Beispiel folgen, denn die Protestanten haben es geschafft einfach an den alten Medien vorbei zu kommunizieren und eine gigantische Studierenden-Bewegung ins Leben zu rufen.