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iPhone zieht in den Krieg
Letzte Woche wurde im Rahmen des 2009 Intelligence Warfighting Summit in Tucson eine neue iPhone-Applikation von dem US-Rüstungskonzern Raytheon vorgestellt. Der „One Force Tracker“ ist in der Lage die Positionen von Freund und Feind zu orten und bietet Features wie sichere Übertragungsmöglichkeiten oder Echtzeit-Landkarten. Neben militärischen Zwecken soll die Applikation auch für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte nutzbar sein. Der „Tracker“ ist auf jedem Standard-iPhone nutzbar, für den Militäreinsatz will Raython jedoch noch einige Änderungen vornehmen, denn im Moment kann auf dem Handy immer nur eine Anwendung laufen, was im Ernstfall, wenn zum Beispiel gleichzeitig ein GPS sowie eine Aussendung der eigenen Position laufen soll, ein Problem darstellen wird.
Dass das Militär eine Technologie aufgreift, die eigentlich für den Konsumentenmarkt vorgesehen ist, ist eher ungewöhnlich. Normalerweise fanden technologische Neuerungen im militärischen Bereich statt, für Konsumenten wurden die Technologien erst im Nachhinein nutzbar. Mitlerweile schaut sich das Militär jedoch jede Menge von den Verbrauchern ab. So finden auch Web 2.0-Anwedungen bereits ihren Gebrauch. Twitter, Facebook und Co werden eingesetzt um Informationen von den Soldaten aus Afgahnistan zu verbreiten, jedoch gibt es hier noch Potential. „Die oben genannten Webdienste werden aber derzeit nicht für spezielle Kommunikationszwecke genutzt“, so Fregattenkapitän Klaus-Uwe Tautges, Sprecher Medien und Koordinator für die Zentrale Truppeninformation beim Bundesministerium der Verteidigung.