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Copy & Paste: Plagiatsvorwurf gegen Hegemann
„Originalität gibt es nicht, nur Echtheit", so kommentiert Helena Hegemann die Plagiatsvorwürfe, mit denen sich das vermeintliche neue Wunderkind der Literaturszene seit kurzem konfroniert sieht. Der Blogger Deef Pirmasens wirft ihr auf seinem Kulturblog gefuehlskonserve.de vor, ganze Passagen aus dem im vergangenen Jahr erschienenen Roman „Strobo – Technoprosa aus dem Berghain“ des Autors Airen abgeschrieben zu haben.
Aus Passagen wie „(...) für Erwachsene, mit farbigem Schattenspiel auf hyperrealen, aber durch Rohypnol etwas schlecht aufgelösten Vaselintitten (...)“ soll bei Hegemann das geworden sein: „Meine Existenz setzt sich momentan nur noch aus Schwindelanfällen und der Tatsache zusammen, dass sie von einer hyperrealen, aber durch Rohypnol etwas schlecht aufgelösten Vaselintitten-Installation halb zerfleischt wurde.“ Die junge Autorin bestreitet die Vorwürfe nicht, sondern entschuldigt sich für ihr Vorgehen. „Total gedankenlos und egoistisch“ sei sie gewesen, heißt es dazu in einer vom Ullstein Verlag veröffentlichten Stellungnahme. Der Verlag, der Hegemanns Bestseller verlegt, will den Abdruck der übernommenen Passagen im Nachhinein genehmigen zu lassen.