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Design- und Modemessen
Wer einmal bei einer Messe zugegen war, dem erscheint es oft schleierhaft, warum diese immer wieder veranstaltet werden. Diesen Events haftet nämlich einiges Grauenerregende an: Unzählige Menschen drängen sich in Hallen, die sich auf tausenden Quadratmetern erstrecken und die Luft ist abgestanden. Zudem verliert man nach einer Stunde des vorerst ambitionierten, nach Wissen strebenden Herumflanierens die Orientierung und gibt im Chaos auf – das typische Schicksal eines Erst - Messenbesuchers.
Dass trotz diesen Umständen wiederholt Mode-, Kunst-, Design-, Luxus- oder was auch immer Messen besucht werden, grenzt an ein Wunder. Es gibt anscheinend Gründe, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, die so einen Besuch sinnvoll machen. Neben dem lieben Geld mag einer davon das Networking sein, das immer noch am besten face to face funktioniert. Gezielte Treffen mit Insidern können zu spannenden Ideen und Kooperationen führen.
Selektion scheint überhaupt das Zauberwort für Messen zu sein. Nach genauer Betrachtung des Programms und der Auswahl relevanter Punkte besteht die Möglichkeit, dass sich einem neue Universen eröffnen. Im Oktober laden zwei Events ein: Von 2. bis 12. Oktober konzentriert sich die "Vienna Design Week" auf nationale und internationale Neuigkeiten am Designmarkt. An verschiedenen Orten präsentieren Kreative, wobei diesmal besonders viele aus Zentral- und Osteuropa kommen, ihre Werke. Eine Woche nach der Design Week folgt von 17. bis 19. Oktober die "Blickfang" im MAK, die neben Stuttgart, Zürich und Tokio jetzt zum vierten Mal in Wien stattfindet.
Interdisziplinarität steht hier im Vordergrund: Mode, Kunst, Licht, Schmuck und Architektur sind vertreten. Von 17. bis 23. November besucht der Interessierte die "Vienna Art Week", bei der der Fokus auf dem aktuellen Kunstdiskurs liegt. Von Künstlergesprächen über Atelierbesuche bis hin zu Performances ist da alles dabei. Also: Auswählen und Horizont erweitern.