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Dear LeserIn,
das alte, aber immer aktuelle und omnipräsente Thema "Musik aus Österreich in Österreich": diesmal jedoch ein wenig variiert. In letzter Zeit, so scheint mir, schleicht sich mitunter ein gewisser Handlungsdrang der Gesprächs - TeilnehmerInnen an den Stammtischen, bei Podiumsdiskussionen und einschlägigen Veranstaltungen ein. Da wird jetzt zwar noch immer über die katastrophale Lage der heimischen Musiklandschaft lamentiert, aber es fallen dabei öfters Aussagen wie "Da machen wir was dagegen!" anstelle der gewohnten "Da muss was dagegen gemacht werden!" - Stehsätze.
Im Spintisieren folgen dann Ideen und Ansätze, sicher nicht alle eins zu eins umsetzbar, doch man merkt, dass sich immer mehr Menschen über Alternativen Gedanken machen, ein Bewusstsein entwickeln und langsam anfangen, ihren Allerwertesten hochzukriegen. Ob jetzt jüngste Aktionen wie SOS Musikland, die andauernde Krise der Musikindustrie im Allgemeinen, die aktuelle Finanzkrise im Speziellen, oder auch ein wenig von allem dieses Umdenken einleiten, ist im Grunde egal. Es braucht meist erst eine Krise, bevor Handeln einsetzt, bei der österreichischen Musikbranche braucht es halt drei oder vier Krisen. Hauptsache, es passiert irgendetwas, jetzt. Es ist bloß ein Anfang, mehr noch nicht, aber wohl der wichtigste Schritt, um eine mögliche Besserung der Lage zu erzielen. Man darf gespannt sein, was kommt – auch von unserer Seite.
PS: Nicht verpassen: Die TBA JahresrückblicksAusgabe am 22. Dezember 2008.