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Austern gegen den Kater
Sydney ist eine Sommerstadt, ihr solltet sie also im Januar oder Februar besuchen. Zu dieser Zeit haben außerdem die Festivals (etwa Big Day Out oder Good Vibrations) Hauptsaison, es rät sich, die Tickets dafür aber schon von zu Hause aus online zu kaufen, denn diese Festivals sind immer schnell ausverkauft. Ich würde euch eine Unterkunft in der Nähe der Northern Beaches empfehlen, die sind nur eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt. Dort tummeln sich, verglichen mit direkt in Sydney gelegenen Stränden wie Bondi Beach, relativ wenige Menschen. Ihr könnt hier also auch mal nacktbaden, wenn das euer Ding ist, ohne gleich verhaftet zu werden...
Auf den Spuren Captain Cooks
Ich würde den Tag folgendermaßen beginnen: Eine Runde am Fresh Water Beach schwimmen gehen, zur Manly Wharf spazieren und im chinesischen Lokal Yum Cha direkt neben den Fähren brunchen. Danach könnt ihr auf einem der Schiffe zum Circular Quay fahren. Sie laufen auf demselben Weg in den Hafen ein wie Captain Cook vor 200 Jahren – postkartenmotivreifer Ausblick auf das Opernhaus und die Harbor Bridge inklusive! Als nächstes weiter – zu Fuß oder mit dem Zug – zur St. James Railway Station und zur Oxford Street. Von den vielen tollen Modeläden in dieser Gegend empfehle ich Capital L, wo man hippe, neue, australische Designs für Jungs und Mädels findet, den sensationellen Second - Hand - Shop Cream und Felt, für die Ladys unter euch.
Legt eine Pause im Lounge Café etwas abseits der Crown Street ein und gönnt euch Calamari und ein helles Bier. Frisch gestärkt kann es mit dem Zug weiter nach Newtown gehen. Die King Street bietet mit jeder Menge Pubs, Restaurants, Cafés und Geschäften eine lockere Atmosphäre – man könnte im Pyjama herumlaufen, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Hier findet Ihr Altes, Neues, Hippie - Mode und Schmuck. Zum Abendessen geht es ins Pizza Mario auf der Oxford Street, wo ihr von Köchen, die in Italien ausgebildet wurden, mit Gourmet - Pizzen verwöhnt werdet. Vom Dach des Eastern Hotel aus kann man anschließend bei ein paar Drinks den Sonnenuntergang über dem Hafen genießen und tausende von Fledermäusen beobachten, wie sie in der Dämmerung von den Royal Botanic Gardens zum Centennial Park fliegen. Dort oben könnt ihr außerdem in der Street Press, einer lokalen Zeitschrift, nach Events suchen – wählt eine Party aus und tanzt die ganze Nacht durch. Für gewöhnlich finden zu dieser Zeit im Rahmen der Festivals eine Menge Veranstaltungen statt.
Holt euch danach noch einen Kaffee oder eine heiße Schokolade im schrägen und heruntergekommenen Taxi Café in Darlinghurst und macht euch auf den Weg zu den botanischen Gärten. Nach zwei Uhr Nachts patrouillieren dort die Aufseher nicht mehr und man kann problemlos über den Zaun klettern. Sucht euch ein nettes Fleckchen zum Schlafen und wartet, bis ihr am Morgen von den Aufsehern hinausgeworfen werdet. Zur Katerbekämpfung bieten sich dann tasmanische Austern von den Fischmärkten an. Meeresfrüchte sind hier recht billig und natürlich besonders frisch, außerdem schmecken sie in Sydney am allerbesten. Zu guter Letzt lohnt es sich noch, bei Upper Crust an den Northern Beaches vorbeizuschauen. Dort gibt es die besten australischen Kuchen – und wenn ihr schon mal dort seid: Wünscht dem Vater von John Ladd einen "G’day". Peaz!