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Kreditkrise im Weltraum
Dass man mit Onlinespielen und virtuellen Welten heutzutage massig Geld machen kann, ist spätestens seit Second Life und World of Warcraft bekannt. Seit wenigen Tagen wissen wir, dass man die Profitgier nicht übertreiben sollte.
In EVE-Online, dass seinen Fokus auf genaue und präzise Wirtschafts- und Kampfsimulationen legt, ist es vor wenigen Tagen zu einem spektakulären Bankraub gekommen. Der 27-jährige australische Spieler „Ricdic“ hat dabei seine ehemalige Position als Geschäftsführer einer virtuellen Bank ausgenutzt, das Geldinstitut um 200 Mrd. Kredits der ingame-Währung ISK erleichtert und diese anschließend in umgerechnet 3.600 reale Euros gewechselt. Diese 200 Mrd. Kredits machten ungefähr 8% der gesamten Einlagen aus, was alleine schon für eine Krise gereicht hätte. Doch damit nicht genug: Als sich die Nachricht des Diebstahls verbreitete, nahmen viele Spieler ihre Einlagen von der Bank und brachten sie damit an den Rand des Zusammenbruchs.
„Ricdic“ verwendete das Geld übrigens zum Zahlen diverser Arztrechnungen und für die Anzahlung für ein Haus. Mit rechtlichen Konsequenzen muss er nicht rechnen und auch sein Ausschluss aus dem Spiel ist lediglich auf den Umtausch der Kredits in echtes Geld zurückzuführen, das gegen die Nutzungsbestimmungen von EVE-Online verstößt. Er hat laut Entwickler CCP-games nur die Spielmechanik ausgenutzt.