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Tot vielleicht mehr wert als lebendig
Das "Forbes"-Magazin gibt jedes Jahr eine Liste mit den bestverdienenden Verblichenen heraus. Im Vorjahr wurde sie von Elvis Presley angeführt, gefolgt von "Peanuts"-Zeichner Charles M. Schulz und Schauspieler Heath Ledger. Leicht möglich, dass der verstorbene King of Pop den King of Rock'n'Roll vom Treppchen stößt.
Mit dem Tod Michael Jacksons hat niemand gerechnet - umso mehr freuen sich Produzenten und Plattenlabels darüber. Amazon meldete einen 700 Mal höheren Verkauf von Jackson Alben und MP3-Dateien. Das 2003 veröffentlichte Album "Number Ones" führt in Großbritannien nach Angaben von Musikmarktforschern die Hitliste an. Die beliebtesten Singles seien "Man in the Mirror", "Billie Jean" und "Thriller".
Musikaufnahmen aus den Archiven und unveröffentlichte Songs werden bald die Regale der Musikläden befüllen. Und auch "Best Of-CDs" oder DVDs werden nicht sehr lange auf sich warten lassen. Der Verkauf von T-Shirts, Gürtel, Handschuhen, Postern und Büchern boomt bereits. Auf der Online-Auktionsplattform Ebay werden alte Eintrittskarten von Michael-Jackson-Konzerten für bis zu 300 Euro versteigert.
Doch daran ist nichts neu und keineswegs ungewöhnlich. Wie schon die "Forbes"-Liste zeigt, wird aus verstobenen Künstlern oft Profit geschlagen - auch wenn Fangemeinden nichts davon halten. Eins ist sicher: Der Tod nahm den Körper - nicht das Schaffen. Seine Musik wird bleiben - und damit die Fans.