|
|
||
Galerie: David Lynch
In seinen Filmen widmet sich David Lynch gerne den menschlichen Abgründen, im Zentrum seines kurzen Wienaufenthalts Mitte November stand hingegen ein wesentlich positiveres Anliegen – die Gründung einer „privaten Friedensuniversität“, ein Projekt, für das der Kultregisseur zuletzt auf einer Rundreise durch Europa bei seinem Publikum, aber auch bei Politikern wie Alfred Gusenbauer und Nicolas Sarkozy warb. Der Grundgedanke dahinter: Mittels transzendentaler Meditation solle es den Studenten ermöglicht werden, ihre volle Kreativität und Leistungsfähigkeit auszuschöpfen.
Das einstündige Publikumsgespräch nach dem Screening seines Films „Mulholland Drive“ im Gartenbaukino zeigte Lynch jedenfalls als euphorischen Botschafter dieser Idee. Seine persönlichen Erfahrungen mit transzendentaler Meditation ließen ihn mit jedem neuen Satz zu noch ausufernderen Superlativen greifen und letztlich sogar resümieren, dass diese nicht nur der Schlüssel zu einer ausgeglicheneren Persönlichkeit, sondern auch zum Weltfrieden sei. Irgendwie typisch Lynch.