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Christiane Rösinger
Weisheit und gelebte Gelassenheit sind Begriffe, die furchtbar aufgeblasen und geltungssüchtig daherkommen können. In der Arbeit der abgebildeten Dame allerdings helfen sie einem dabei, die Welt zu verstehen – oder wenigstens mit dieser Welt endlich wieder ein wenig mitlachen zu können.
Christiane Rösinger, als Texte und Melodien schreibender Vorstand der Lassie Singers und der Band Britta längst eine anerkannte Lichtgestalt eines Segments deutschsprachiger Populärkultur (dem etwas links unterhalb des Mainstreams, haltungs- und einkommenstechnisch), hat ihren ersten Roman „Das schöne Leben“ (Fischer Verlag) veröffentlicht.
Ein herrliches Buch, in dem die nicht mehr ganz junge bekennende Wahl-Berlinerin entlang ihrer Lebensgeschichte – vom Dorf in die Stadt, Band- und Nachtleben – eben Weisheit und gelebte Gelassenheit versprüht. Dabei beschreibt sie auch eine versinkende Kultur, denn Rösinger und ihre Generation finden sich von einem weit oberflächlicheren und erfolgsorientierteren Subkultur - Kapitalismus verdrängt. Leider.