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Computerspiel schickt Spieler als Reporter in den Nahen Osten
In der Manier eines Real-World-Adventures sollen dabei durch die eigene Recherche die Hintergr�nde des israelisch-pal�stinensichen Konflikts aufgearbeitet werden. Das pr�sentierte Spiel ist das erste Produkt der d�nischen Software-Firma Serious Games Interactive.
"Wir wollen mit diesem Projekt vor allem einmal zeigen, welche anderen Wege man mit einem Computerspiel beschreiten kann", erkl�rt Simon Egenfeldt-Nielsen, CEO von Serious Games, im Gespr�ch mit pressetext. "Unsere Intention war von Anfang an, einen interessanten und ernstzunehmenden Ansatz zu finden, um die Thematik Nahost-Konflikt einem breiten Publikum zug�ngig zu machen", so der Chefentwickler weiter. Egenfeldt-Nielsen, der seit mehreren Jahren auch wissenschaftlich der Frage des erzieherischen Nutzens von Computerspielen nachgeht, will mit dem neuen Produkt verst�rkt ernsthafte Themen in der Spielergemeinde verankern. Zu diesem Zweck habe man eine entsprechende Online-Community installiert, die es Interessierten aus aller Welt erm�glichen soll, das Spiel aber auch die politische Situation generell zu diskutieren.In "Global Conficts: Palestine" begiebt man sich als einer von zwei New Yorker Nachwuchsjournalisten in das Krisengebiet im Nahen Osten. Dort angekommen, muss man sich zun�chst entscheiden, f�r welche Zeitung man schreiben will. Je nach Orientierung bieten sich die neutrale "Global News", die "Israeli Post" und die "Palestine Today" an, um die eigenen Artikel virtuell zu ver�ffentlichen. Ein einfach zu bedienendes Interface erm�glicht dem Spieler dabei die Interaktion mit der virtuellen Welt. Zur Recherche werden Gespr�che mit Charakteren von beiden Konfliktseiten gef�hrt. Sechs Reportage-Auftr�ge f�hren den Spieler dabei durch eine offene 3D-Umgebung. Die vom Spieler verfassten Beitr�ge und sein Verhalten haben dabei ma�geblichen Einfluss auf das Spielgeschehen. Entschlie�t man sich so zum Beispiel, eher kritisch gegen�ber der israelischen Armee zu schreiben, bekommt man weniger Insider-Informationen der Milit�rs. Werden die Selbstmordattentate der arabischen Fundamentalisten in den eigenen Artikeln verdammt, gestaltet es sich als schwierig, Kontakt zur pal�stinensischen Bev�lkerung aufzubauen. W�hrend der Recherche zeigt dabei ein Balken den Status bei beiden Fraktionen an, der schlagartig seine Farbe �ndern kann, wenn man allzu kritisch nachfragt oder kommentiert. "Mit 'Global Conflicts: Palestine' haben wir einen sehr komplexen und festgefahrenen Konflikt unserer Zeit thematisiert", stellt Egenfeldt-Nielsen fest. Der am 19. Oktober in Deutschland, �sterreich und der Schweiz erschienene Titel sei aber nur der Auftakt einer Reihe von Spielen dieser Art. "Mit der Conflict-Serie verfolgen wir ein l�ngerfristiges Ziel", erl�utert er. Laut dem Softwareentwickler sei man zur Zeit schon mit der Arbeit am n�chsten Teil der Serie besch�ftigt, der in Lateinamerika angesiedelt werden soll.