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Big Brother Awards 2007: Preise f�r C.S.I. und Taxi-Innung
Unter den Gewinnern der Negativ-Auszeichnung befinden sich in diesem Jahr die �sterreichische Taxi-Innung (Kategorie Business und Finanzen), Peter van Arend von der niederl�ndischen Telekom (Kategorie Beh�rden und Verwaltung) sowie der C.S.I.-Autor Anthony E. Zuiker (Kategorie Kommunikation und Marketing).
Der Preis in der Kategorie Politik f�r Bundesministerin Claudia Schmied soll bis zum n�chsten Jahr in Evidenz gehalten werden. "Im letzten Ministerrat wurde offenbar eine leichte Verbesserung der neuen Vorlage zum Bildungsdokumentationsgesetz erzielt, daher wird der Award nicht an die Bildungsministerin �bergeben. Das passt auch sehr sch�n zur Bildungsevidenz an sich, wie dieses Gesetzesvorhaben genannt wird", erl�utert Christian Jeitler von der Datenschutzorganisation quintessenz, einem der Hauptorganisatoren der Big Brother Awards, gegen�ber pressetext.
Die Auszeichnung "Lebenslanges �rgernis" ging diesmal an den Krone-Herausgeber Hans Dichand, der laut Jury in den knapp 50 Jahren seines beruflichen Schaffens immer wieder Politik und �ffentliche Meinung entscheidend manipuliert habe. "Was sich nicht direkt �ber die Redaktion erledigen lie�, das besorgten die Leserbriefschreiber des Blatts", so das unr�hmliche Res�mee seitens der BBA-Veranstalter.
Taxi-Innungs-Vorsteher Heinrich Frey erhielt den Award aufgrund der in diesem Jahr eingef�hrten Video�berwachung in Taxis. Zuvor waren bereits �berwachungssysteme wie Datenfunk, GPS und sogar eine physische Kontrolle der Fahrer selbst - ein Infrarot-Sitzkontaktsystem zeigt an, ob der Lenker am Steuer sitzt - vorgeschrieben worden.
Peter van Arend verdiente sich seinen Preis mit seinem Engagement f�r eine europaweite Rasterfahndung in Telefonnetzen. Grund f�r die Auszeichnung des C.S.I.-Autors Zuiker ist die nach Meinung der Jury unkritisch pr�sentierte Aushebelung von B�rgerrechten als Unterhaltungsprogramm.
Neben den Negativ-Preisen wurde aber auch wieder eine Positiv-Auszeichnung vergeben. Karl Korinek, Pr�sident des Verfassungsgerichtshofes, hatte im September in Hinblick auf die Terrorbek�mpfung davor gewarnt, das Land k�nne in einen totalen �berwachungsstaat abrutschen. Es bestehe die Gefahr, dass in der Sicherheitsdebatte grundrechtliche Grenzen �berschritten w�rden. "Ich habe manchmal den Eindruck, wir werden �hnlich stark �berwacht wie seinerzeit die DDR-B�rger von der Stasi." F�r diese deutlichen Worte ehrte die Jury den Verfassungsrichter mit dem Positiv-Preis "Defensor Liberatis". "Es freut mich, dass Sie mein Engagement um den Grundrechtsschutz, insbesondere auch den Schutz der Unverletzlichkeit der Privatsph�re und der freien Kommunikation auf diese Weise w�rdigen", bedankt sich Korinek.
Nicht zuletzt gab es wie in jedem Jahr auch diesmal wieder ein Mitspracherecht der B�rger und B�rgerinnen. In der Volkswahl zeichnete das Publikum Innenminister G�nther Platter mit dem Big Brother Award 2007 aus. Dieser hatte sich den Preis zuletzt vor allem mit der Mithilfe zur Einf�hrung des Bundestrojaners verdient.