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iPhone-Strategie droht in Europa zu scheitern
Trotz der vom Konkurrenten Vodafone erwirkten einstweiligen Verf�gung um eine entsperrte Version auf den Markt zu bringen, geht der Verkauf des iPhones weiter, teilte T-Mobile mit.
Laut eigenen Angaben beh�lt sich das Unternehmen aber die Pr�fung von Schadensersatzforderungen vor und will Widerspruch einlegen. Vodafone erwartet sich von dem Hauptverfahren in zwei Wochen, dass T-Mobile sowohl SIM-Lock als auch Tarifbindung aufgibt.
"Wir sind generell der Meinung, dass der Wettbewerb allen Marktteilnehmern offen stehen sollte. Apples Exklusivkooperation mit T-Mobile bedeutet ein Monopol, was es in dieser Form bislang noch nicht gegeben hat. Insofern sind wir dagegen, dass an irgendeiner Stelle der Markt f�r andere Anbieter dicht gemacht wird", sagt Vodafone-Deutschland-Sprecherin Marion Stolzenwald im Gespr�ch mit pressetext. Obwohl Vodafone laut eigenen Angaben keinen Verkaufsstopp f�r das Lifestyle-Handy anstrebt, nimmt auch Mobilfunkanbieter Debitel das aktuelle Verfahren zum Anlass, t�tig zu werden. So reichte auch Debitel vor kurzem Beschwerde bei der Bundesnetzagentur wegen einer Verletzung der Mobilfunklizenzvereinbarung ein.
Analysten des Marktforschers Gartner zufolge k�nnte die aktuelle Klagewelle im Erfolgsfall f�r Apple m�glicherweise den Anfang vom generellen Ende f�r die lukrativen Exklusivvertr�ge mit ausgew�hlten Mobilfunkprovidern bedeuten. "Apple muss seine Gesch�ftsstrategie m�glicherweise fr�her �berdenken als erwartet", sagt Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Der an der Mercator School of Management lehrende deutsche Telekommunikationsexperte Torsten J. Gerpott hebt hingegen hervor, dass "es kein im Grundgesetz verankertes Recht auf das iPhone gibt" und "in einer freien Marktwirtschaft immer noch die Unternehmen entscheiden, wie und mit wem sie ihre Produkte verkaufen wollen", meint der Fachmann heute, Mittwoch, in der Rheinische Post.
F�r Apple stellt sich die Entsperrung des iPhones in Deutschland als eine Bedrohung dar, die vor allem das Betriebsergebnis belasten k�nnte. Eine Aufhebelung der Lizenzvereinbarungen h�tte ausbleibende Beteiligungen am Umsatz von T-Mobile zur Folge. Analysten stimmen darin �berein, dass eine Entsperrung des Mobiltelefons f�r den europ�ischen Markt weit gr��ere Bedeutung als f�r den US-Markt haben k�nnte. Schlie�lich erlauben die einheitlichen europ�ischen Standards, dass sich ein Mobiltelefon in fast jedem Netzwerk betreiben l�sst. Unterdessen kursieren Ger�chte um die Einf�hrung eines UMTS-f�higen iPhones, das in Spanien (Mai 2008) und �sterreich (2008) eingef�hrt werden soll, berichtet das Branchenportal macnews.de unter Berufung auf den Technik-Blog SevenClick.