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Spiele-Portierung einmal anders: Vom PC auf das Brett
So gewinnt - nicht zuletzt durch den Erfolg der "World-of-Warcraft"-Reihe - die Idee zunehmend an Schwung, umgekehrt auch starke PC-Titel f�r den klassischen Spieltisch umzusetzen. Entsprechende Projekte werden h�ufiger und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, wie ein Lokalaugenschein von pressetext auf dem k�rzlich zu Ende gegangenen Spielefest Wien ergab.
Aktuelle Beispiele wurden etwa von Gert St�ckl von der Wiener Spiele Akademie auf dem Spielefest vorgestellt. So konnte mit dem im Oktober 2007 erschienenen "StarCraft: The Board Game" eine hochaktuelle Tisch-Portierung begutachtet werden. Das englische Brettspiel von Fantasy Flight Games ist eine Umsetzung des bekannten Computer-Strategiespiels StarCraft von Blizzard.
Auf dem Tisch wird rundenbasiert statt in Echtzeit gespielt. Ganz so komplex wie auf dem rechenstarken PC ist das Spiel nicht, doch wesentliche Spielelemente wie Ressourcenmanagement, Forschung und Schlachten werden auch auf dem Brett umgesetzt. "StarCraft: The Board Game" wird in Deutschland exklusiv vom Heidelberger Spieleverlag vertrieben. Eine deutsche Version ist noch nicht geplant, doch das k�nnte sich bei entsprechender Nachfrage �ndern.
"Auf der Spiel `07 in Essen haben wir alle 120 mitgebrachten Exemplare verkauft. H�tten wir mehr dabei gehabt, h�tten wir sicher mehrere Hundert Exemplare an die Spielefans bringen k�nnen", so Harald Bilz, Gesch�ftsf�hrer beim Heidelberger Spieleverlag, gegen�ber pressetext. Dabei gilt das als Strategiespiel konzipierte "StarCraft" als gar nicht so erfolgversprechend wie das schon etwas �ltere Brettspiel "World of Warcraft" (WoW). Blizzards ber�hmtes Online-Rollenspiel "World of Warcraft" (WoW) gibt es seit 2005 ebenfalls f�r den klassischen Spieltisch, das Brettspiel ist bei Heidelberger auch in deutscher Version erh�ltlich.
Das Online-Vorbild ist noch bekannter als "StarCraft", entsprechend beliebt ist auch die Brettspielumsetzung. Allein im Vertriebsgebiet von Heidelberger wurden schon �ber 10.000 Exemplare der Brettspielversion abgesetzt. Das gro�e Vorbild kommt zudem auch als Sammelkartenspiel "World of Warcraft Trading Card Game" (TCG) auf die Spieltische, zu dem ebenfalls eine deutsche Version erh�ltlich ist. "Der Wiedererkennungswert ist bei 'World of Warcraft' nat�rlich sehr hoch", so Richard Utner, Obmann des Vereins CARD.
Am Spielefest Wien hat der Verein Demonstrationen des Spiels angeboten, denn laut Utner ist WoW derzeit das Sammelkartenspiel, nach dem sich derzeit die meisten Leute erkundigen. Das hohe Interesse am rund ein Jahr alten "World of Warcraft" TCG d�rfte zu einem Teil am cleveren Cross-Marketing liegen. In einem sehr kleinen Anteil der Sammelkarten-P�ckchen des von Upper Deck erzeugten Spiels sind spezielle Karten enthalten, die das Freischalten von speziellen Upgrades im Online-Spiel erlauben. Sie sind bei Online-Spielern teils sehr begehrt und erzielen auf dem Sekund�rmarkt wie etwa �ber eBay fallweise mehrere Hundert Euro. Ganz neu sind die Ans�tze zur Umsetzung von Computerspielen auf den Tisch nicht.
Schon im Jahr 1995 gab es ein Sammelkartenspiel zu Sim City und auch die Warlord-Reihe erfuhr bereits eine entsprechende Umsetzung. Eine Brettspiel-Portierung gab es zudem etwa 2004 zum Ego-Shooter Doom. Allerdings sind es erst die aktuellen Produkte, insbesondere jene zur "World of Warcraft"-Serie, denen im Fahrwasser des sehr bekannten Online-Vorbildes ein echter Durchbruch in Richtung Mainstream-Akzeptanz zu gelingen scheint.